#BAF–Und schon wird relativiert

Die lange Laufzeit und die Taten haben zuerst einmal nur aufgeschreckt, aber jetzt schon haben die Politiker aller etablierten Parteien wieder Oberwasser, denn mit zwei Toten und zwei Verhaftungen meinen sie natürlich, die Handlungskontrolle wieder übernommen zu haben. Politik ist in manchen Situationen ebenso unsensibel, wie in einigen Fällen auch die Medien.

Und nun kommt ein Mensch daher, seines Zeichens Generalbundesanwalt, absolut neu in dieser Stelle und bastelt sogleich ein Bild, dass der Politik sehr entgegen kommt, während ein Oppositionspolitiker ganz schnell sein eigenes Süppchen zu den grauenvollen Taten kocht und sich gleich mal um Wählerstimmen ‘sorgt’.

Schon gestern fand ich durch Zufall einen Link zu einem Beitrag eines Herrn Konrad Weiß, den ich dann schnellstens direkt und persönlich anschrieb und ihn bat, diesen Beitrag im FIWUS als Gastbeitrag zu veröffentlichen, denn dieser Beitrag ist noch aus einer Zeit, als die sogenannte DDR noch nicht untergegangen war. Eine Ablehnung kam ziemlich postwendend:

Sehr geehrter Herr Beyer,

einer Veröffentlichung eines Textes von mir in Ihrer Online Zeitung stimme ich nicht zu.

Mit freundlichen Grüßen

Konrad Weiß

Eine Rundum-Relativierung ist schon in vollem Gang, und ich meine, das rechte Auge muss wohl voll geschont werden, denn es sind offenbar viele Namen darin so tief verstrickt, dass man schnellstens diesen Sumpf weiter wässern muss, damit ihn niemand trocken legen kann.

Gegen Schwarzarbeit kann über einen wesentlich kürzeren Zeitraum erfolgreich ermittelt werden und die Verhaftungen waren entsprechend schnell und effektiv durch geführt.

Linke Chaoten sind meist schnell gefasst.

Terrorist wird man nicht durch Worte, sondern durch Taten

Die Sicherheitsbehörden wollten die Taten dieser Mörder nicht als das erkennen was sie waren – politischer Terror – weil sie nicht in das bekannte, linke Muster fielen: Es fehlten die Bekennerschreiben. Die braucht es aber nicht. Die Vorstellung, jeder echte Terrorist hinterlasse einen möglichst verschwurbelten Zettel, ist absurd. Es gibt keinen Ideologietest für Terroristen. Man muss auch keine staatliche Prüfung ablegen, um den Titel rechtmäßig zu führen. Terrorist wird man nicht durch Worte, sondern durch Taten.

Quelle: Hier weiterlesen

Jakob Augstein hat es wieder mal voll erkannt, aber es stellt sich mir die Frage, wie lange er seine Kolumne im SPON noch bedienen darf.