Mit sich selbst beschäftigt?

Wenn man nur die Überschrift sieht, könnte man sehr schnell auf Gedanken in Bezug auf Sex kommen, aber in diesem Beitrag geht es nicht um Selbstbefriedigung, obwohl dies bestimmt ein sehr angenehmes Thema sein könnte, es geht schlicht und ergreifend ganz einfach nur um Parteien und ihr Gehabe.

Parteien bestehen, besonders im oberen Drittel, aus Machtmenschen. Die mittlere Ebene ist auf dem Weg hin zum oberen Drittel, aber nur wirkliche Egoisten schaffen diesen Weg, wenn sie nur oft genug ihre Ellenbogen einsetzen. Der Rest ist Fußvolk, welches einer Ideologie folgt, zum Teil kein Durchsetzungsvermögen, aber auch kein Karrieredenken hat und gerne in der Masse mit schwimmt. Diese Gemeinschaft gibt sich einen Namen und nennt sich dann Partei. Die unterschiedlichsten Strömungen in der Ideologie und aber auch im Charakter treffen dort auf einander und nur das Prinzip der demokratischen Mehrheit kann Beschlüsse fassen, welche dann von der Partei umgesetzt werden sollen, nach der Vorstellung: “Wir wollen ja nur das beste für unsere Wähler”.

29.10.2011

Bundestagswahl 2013

SPD und Grüne schielen nach links

Von Florian Gathmann und Veit Medick

Der Aufstieg der Piraten verunsichert SPD und Grüne, er bedroht ihre gemeinsamen Machtträume. Beiden Parteien schwant, dass es 2013 als Duo nicht reichen könnte. Rückt etwa doch wieder Rot-Grün-Rot in den Fokus?

Berlin – Sie hatten sich das alles so schön zurechtgelegt, die Roten und die Grünen. Phase eins: Wiederannäherung in der Opposition. Phase zwei: Angriff auf Schwarz-Gelb. Phase drei: Seriensiege in den Bundesländern. Phase vier: Kanzleramt. Die rot-grüne Roadmap zur Machtübernahme 2013 – sie schien zu stehen.

Doch es ist etwas dazwischengekommen. Ein Phänomen, das das Zeug dazu hat, die Parteienlandschaft mal wieder umzukrempeln und vor allem bei den Strategen von SPD und Grünen für große Verunsicherung sorgt: die Piratenpartei. Ihr Aufstieg in den bundesweiten Umfragen seit dem Einzug ins Berliner Abgeordnetenhaus stellt für Rot-Grün eine Gefahr dar. Die Polit-Neulinge wildern in ihrem Lager, bis auf zehn Prozent sind sie in einer aktuellen Umfrage geklettert. Sollten die Piraten 2013 in den Bundestag einziehen, könnten sie dem Duo die gemeinsame Rückkehr an die Macht versperren

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Der zitierte SPON-Beitrag zeigt eigentlich sehr deutlich, wie in unserer politischen Landschaft mit Konkurrenz umgegangen wird. Ideologie und Konkurrenz sind Eigenschaften, welche aus relativ normal veranlagten Menschen wahre Bestien machen können.

Was aber Konkurrenz unter den Ideologien noch so alles anstellt, wird gerade jetzt in einer angestoßenen Debatte durch die CDU über den Mindestlohn deutlich, wobei auch noch ein wenig Häme mitschwingt über einen sogenannten Rechenfehler, welcher dem Bundesfinanzminister gerade zu schaffen macht und über den ganz Deutschland lacht oder wenigstens schmunzelt.

In Parteien agieren Menschen mit antrainierter Ideologie, denn diese ist in keinem Gen, welches also der Natur zuzuordnen ist, vorhanden. Man kann dies am besten mit einer Tatsache erklären. Meine Eltern wählten von Haus aus, seit es wieder demokratische Wahlen gab nach dem Krieg, immer die FDP mit dem Hinweis: Wir wählen dabei das wohl kleinste Übel. So bin ich aufgewachsen und als ich endlich mit 21 Jahren das erste Mal wählen durfte, ging meine Stimme prompt zur SPD, denn die war damals unter Willy Brandt noch wählbar. Meine Entscheidung hatte aber noch einen anderen Grund, denn ich hätte auf Teufel komm raus garantiert niemals dass gewählt, was meine Eltern bevorzugten. Schon aus Trotz heraus nicht. Heute habe ich natürlich ein ganz anderes Verständnis für Politik und habe mich auch entsprechend um entschieden, denn inzwischen kann ich die Beweggründe, warum Menschen sich entscheiden, in die Politik zu gehen, ganz anders einschätzen.

Wirklich selbstlos tut sich dies niemand an, darum findet man auch oft genug Menschen in wichtigen Positionen, welche von der echten Praxis absolut keine Ahnung haben und im Normalleben auch sehr schnell unter die Räder kommen könnten, aber sie haben nun mal einen gewissen Machtanspruch und Machtwillen, und den kann man in der Politik am besten ausleben.