Die ‘verkauften’ Kindeskinder der Zukunft

Deutschland soll die Welt retten? Wer solche sogenannten Scheißhausparolen in die Welt setzt, gehört meiner Meinung nach eigentlich sofort in die Klappsmühle eingeliefert mit dem Hinweis; nie wieder frei lassen.

26.10.2011

Euro-Rettungsschirm

Schicksalstag für die Weltwirtschaft

Von Veit Medick und Severin Weiland

Die ganze Welt schaut auf die Kanzlerin. Am Mittwoch muss ihr Rettungskonzept durch den Bundestag. Dann tagt sie mit den Führern der Euro-Zone in Brüssel. Überall hofft man auf einen Durchbruch – denn eine Verschleppung der Hilfsmaßnahmen wäre ein schwerer Schlag für die Weltkonjunktur.

Berlin – Der Kalender der Kanzlerin ist an diesem Mittwoch üppig gefüllt. Erst hält Angela Merkel im Bundestag eine Regierungserklärung, später reist sie weiter nach Brüssel, wo abends die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union tagen. Einziger Tagesordnungspunkt: Der Kampf gegen die Schuldenkrise.

Alle wissen: Die Krise braucht eine Lösung, die Märkte eine Beruhigungspille, ansonsten droht die Weltwirtschaft aus den Fugen zu geraten. Es ist ein entscheidender Tag für Europa. Und für Angela Merkel. Denn über all den Gipfeln, Krisenrunden und Abstimmungen schwebt die Frage: Wie verhält sich Deutschland – und wie die Kanzlerin? Reist sie gestärkt nach Brüssel oder wird sie von ihren eigenen Leuten ausgebremst? Verhilft sie dem EU-Gipfel zu einem Befreiungsschlag oder begnügt sie sich mit kleinen Lösungen, die die Krise nur weiter verschleppen?

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Ganz besonders schlimm empfinde ich die Tatsache, dass die Abgeordneten der vier ‘großen’ Parteien in ungewohnter Einigkeit sich zu einer Koalition von Vollidioten zusammen finden und die Forderungen aus Brüssel auch gemeinsam absegnen wollen. Nur ganz wenige Abgeordnete verweigern sich diesem ESFS-Rettungsschirm und sie haben allen Grund dazu, denn inzwischen sind die Risiken, besonders aus Italien, ins Unermessliche gestiegen.

Wirkliche gesetzliche Grundlagen, besonders was die EU-Verträge angeht, gibt es bis heute nicht, alles ist ein Schuss ins Blaue, in der Hoffnung, der Bürger und Wähler versteht von der Materie sowieso nichts und die, welche es doch möglicherweise verstehen, haben keine Machtbasis, mit der sie vielleicht noch Einfluss nehmen könnten.

Die Schulden der Staaten rund um den Globus werden durch diesen Aktionismus um keinen Cent abgebaut. Die wenigen Staaten, welche auf der Habenseite noch ein Plus stehen haben, sind meist rein ideologisch mit Diktaturen gleich zu setzen und für Demokratien wie der unseren quasi ein gefundenes Fressen. Genau so verhält es sich mit den sogenannten Geld-Eliten, denen es nur darauf ankommt, ihren Kontostand weiter zu erhöhen, auch wenn der Rest der Menschheit vor die Hunde geht.

Hier wird keine Politik mehr gemacht, um was es in Wirklichkeit geht, ist Macht in seiner ärgsten Form zu demonstrieren und auch auszuüben. Diktaturen sehen so aus, keine Demokratien. Wie schon in meinem Beitrag vom Sozial-Kill beschrieben, werden die Rechte des Volkes nur noch mit Füßen getreten und eine wirkliche Opposition hat somit auch keine wirkliche Chance, da ja auch die Medien mehr als nur involviert sind. Wahrhaftige Berichterstattung mit echten Fakten werden von Wischiwaschi-Beiträgen quasi erschlagen und die LeserInnen sind dazu verdammt, ihr Gehirn einfach abzuschalten, wenn sie nicht wahnsinnig werden wollen.

Wenn “Occupy” nicht wirken sollte, was ich persönlich natürlich niemals erhoffe und wünsche, dann sieht es für die Zukunft besonders in €uropa geradezu düster aus und wir werden lange Zeit von der Macht der Parteien hin zur Macht eines Kapitalismus verdammt sein, den niemand dann mehr beherrschen kann. Dagegen sind Raubtiere im Dschungel noch menschlich anzusehen.