Irrungen und Wirrungen

Errare humanum est. Damit dies auch jeder verstehen kann, folgt hier der Link zu einer Seite, welche gerne solche lateinischen ‘Floskeln’ übersetzt. Ich persönlich bin nur Volksschüler (na ja, ich war es mal vor 50 Jahren, als ich meinen Abschluss machte) und somit nicht besonders mit der lateinischen Sprache vertraut, aber mein Hirn kann immer noch relativ viele Informationen speichern und Alzheimer hat bisher noch nicht zugeschlagen. Und noch etwas muss ich gestehen, das Wort errare habe ich zuerst mit zwei r geschrieben, dann aber schnell gegoogelt und die richtige Schreibweise erfahren, Google sei geknutscht.

Natürlich war mir dieses Zitat schon seit langer Zeit bekannt, aber manchmal muss ich einfach mit meiner Allgemeinbildung mal richtig angeben, besonders wenn ich an die vielen Quiz-Sendungen im Fernsehen denke und dann Kandidaten erlebe, welche bei der Allgemeinbildung sich grundsätzlich immer wieder ganz weit hinten angestellt haben, damit sie bloß nichts abbekommen von ‘zu viel Wissen’. Dass dies eine gemeine Aussage ist, tut mir nicht besonders leid, trotzdem darf mich deshalb jedermann beschimpfen, ich werde es, wie so vieles in meinem Leben, durchstehen und ertragen wie ein Mann.

Der Grund für diesen Beitrag jetzt und meine Einleitung hat aber einen besonderen Anlass und der heißt Peter Altmaier, seines Zeichens ‘Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag’. Dieser Politiker und Mensch hat sich als Rookie geoutet, was das Internet angeht und er wurde quasi ‘erleuchtet’. Für dieses Outing ziehe ich erst mal mein nicht vorhandenen Zylinder, denn es gehört in der heutigen Zeit schon einiges an Mut dazu, so etwas öffentlich zu machen. Von diesem Outing habe ich auch nur durch Zufall erfahren, denn als ich gestern auf PHOENIX und die Debatte über “Ozapftis” (dabei geht es um den erwischten Staatstrojaner) schaltete, wurde Herr Altmaier sogar von der Opposition gelobt und zum Teil auch gefeiert.

Natürlich habe ich den Beitrag in der FAZ gefunden und auch erst mal gelesen, aber dann merkte ich sehr schnell, einmal lesen reicht einfach nicht. Meine erste Frage, wenn ich denn eine Stellen dürfte, wäre: “Wie lange haben sie für diesen Beitrag gebraucht?” Solche Fragen stellen sich mir immer wieder, da ich ja selbst Beiträge ‘verbreche’ und ich somit schon etwas abschätzen kann, wie mühsam schreiben doch immer wieder ist. Auch schreibe ich fast immer aus dem Bauch heraus.

Als ich diesen Beitrag also das erste Mal gelesen hatte, war ich natürlich gespannt, was so an Reaktion gekommen ist, aber bisher suchte ich vergeblich nach Kommentaren und was ich als ‘Empfehlungen” so sehe, sagt mir noch nichts über irgend welche Kritik oder Zustimmung aus, was ich natürlich bedauere. Aber auch in den sogenannten etablierten Medien sind nur relativ wenige Beiträge über dieses Outing erschienen. So etwas nenne ich schon eine ziemliche Ignoranz, zumal der Mann sich wirklich Mühe gegeben hat, auch wenn er in manchen Aussagen entweder voll daneben liegt oder aber auch noch recht blauäugig durch dieses Medium spaziert. Nichtsdestotrotz hat er aber auch Erkenntnisse gesammelt, welche anderen Politikern aus seinem eigenen Lager sehr viel besser zu Gesicht stünden, wenn sie denn lernfähig wären.

Hier im FIWUS haben WIR schon zu verschiedensten Themen um Computer und Internet Beiträge verfasst, sodass es jetzt ziemlich verwegen wäre, alle aufzuzählen, also beschränke ich mich auf meinen letzten Beitrag, welcher auch mit dem Bundestrojaner in Zusammenhang steht. Wer Zeit und Muße hat, kann natürlich mit der Suchfunktion des FIWUS auch nach anderen Beiträge zu diesem Thema suchen und sich vielleicht auch ‘erleuchten’ lassen, denn 28 Jahre vor dem Computer haben doch einige ‘Spuren’ auch bei mir persönlich hinterlassen, welche für sogenannte Neulinge auch noch interessant sein könnten. Auch ich bin nur User, aber ich bin soweit fortgeschritten, dass ich sogar 10 Jahre in der IT Geld verdient habe, als Supporter. Ich kann Kisten zusammenbauen und Software installieren und auch Fehler im Umgang mit der Software (besonders dem Betriebssystem Windows) finden und beheben. Was mir persönlich fehlt, ist die Kenntnis der Programmierung, was ich oft mehr als bedauert habe, aber ich kann mich nur damit entschuldigen, dass ich schon Mitte 30 war, als ich meinen ersten Computer gekauft habe und mir einfach dieses Quantum Wissen und schulischer Ausbildung fehlte, welche mich qualifiziert hätten, das Programmieren zu erlernen. Bestimmte Quellcodes kann ich wohl lesen und zum Teil auch interpretieren, aber dies reicht in keinem Fall aus, um daraus etwas konkretes zu erstellen.

Was Herrn Altmaier und seinen Beitrag nun angeht, so werde ich es den LeserInnen überlassen, heraus zu finden, wo seine Irrungen und Wirrungen sind, denn nicht alles und jedes sollte man dem Interessierten an Arbeit abnehmen, da schon das Lesen dieses Beitrags einen Lerneffekt hervor rufen kann.

Über den Autor

AlterKnacker

AlterKnacker
Ein Mensch, der denkt und schreibt. Nicht immer lustig, aber das Leben ist ja auch kein Beliebtheitswettbewerb.

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