#Sozial-Kill – Es geht nicht nur um Banken!!!

Nur noch malochen war schon immer Scheiße. Das Leben besteht aus vielfältigen Aktivitäten, und doch hat sich die Gesellschaft zu einem Hamsterrad entwickelt, aus dem nur wenige aussteigen können. Japaner können mit ihrer Mentalität ein besonderes Lied davon singen, denn die meisten von ihnen leben nicht als Individualisten. Das ist in der westlichen Hemisphäre da schon ganz anders. Dass sich dieser Teufelskreis dann schnell zu Krankheiten entwickelt, war noch vor 50 Jahren fast undenkbar, obwohl auch in dieser Zeit sehr hart und viel gearbeitet wurde. Aber diese Zeit war eine des Aufbruchs nach einem fürchterlichen und zerstörerischen Krieg und der Neuaufbau war mehr als notwendig. Dies hat zu dieser Zeit auch eine Jugend noch sehr verinnerlicht und erst Mitte der 60er Jahre kam dann ein Umdenken. Besonders der Sozialgedanke wurde wieder mehr gefordert, gerade von einer Jugend, die sich vom Denken ihrer Elterngeneration sozusagen emanzipierten.

Die Flower-Power-Bewegung war nur ein erster Schritt hin zu einer Individualität, die sich dann doch zu Gruppen hin wendeten, welche einfach Gemeinsamkeiten entdeckten und auch lebten. Die Musik dieser Zeit ist bis heute ein Indiz dafür. Dass sich dabei auch schlechte ‘Errungenschaften’ wie Drogen ‘entwickelten’, ist nur eine logische Folge. Den guten Eigenschaften folgen auch immer zwangsläufig die schlechten, so war es schon immer. Auch die Filme aus der Zeit zwischen 1965 und 1975 geben ein gutes Zeugnis ab zwischen dem schmalen Grad von Gut und Böse. Nur zwei Beispiele sind Easy Rider und The Strawberry Statement. Die Musik von Easy Rider kennt auch heute noch fast jeder, bei The Strawberry Statement ist das schon etwas anderes, kann aber jetzt und hier nachgeholt werden.

Buffalo Springfield – For What It’s Worth 1967

Burn-Out und Depressionen gab es auch schon in dieser Zeit, aber es gab nicht den Hype um Krankheiten, welche doch zu großen Teilen aus Dummheit und Nichtwissen selbst verursacht waren.

Wer in dieser Zeit auf die Schnauze fiel, hatte oft genug mehr Möglichkeiten, sich selbst wieder zu berappeln und von vorne anzufangen. Ich persönlich kann ein Lied davon singen und es ist mir nicht schlecht bekommen, mich aus dieser Misere zu befreien und selbst in meiner derzeitigen Lage habe ich gelernt, nicht einfach nur zu jammern.

Besonders in den 70er, 80er und 90er Jahren funktionierte der Sozialstaat noch, bis zur sogenannten Wiedervereinigung. Der größte Sündenfall war 1991 der ‘Kauf’ der DDR mit dem Geld der Rentenkasse, dies war sozusagen der Beginn des Sozial-Kill. Schon wenige Jahre später sollte dann nach der Abwahl von Dauer-Kanzler Kohl der Overkill des Sozialstaates erfolgen, ausgerechnet durch diese sogenannten Sozial-Demokraten in Gemeinschaft mit den Grünen.

Dieser Overkill des Sozialstaates trägt jetzt seine Früchte.