Und wieder darf selektiert werden – selbstverständlich schon während der Schwangerschaft

Es ist viele Jahre her, als ich ziemlich verschnupft und schlecht gelaunt wegen meiner Erkältung Termine wahrnehmen musste. Anschliessend war ich ziemlich geschafft, und beschloss, in einer bodenständigen Gaststätte der Stadt, in der ich mich befand, eine Tasse Kaffee zu trinken und etwas zu essen.

In der Wärme des Gastraumes taute meine Nase auf, was dazu führte, dass ich kräftig schneuzen musste. Dazuhin muss ich ziemlich bescheiden ausgesehen haben. Als meine innere Befindlichkeit gerade wieder auf dem Tiefpunkt anzulangen drohte, kam ein Kind zu mir an den Tisch. Behutsam streichelte es meine Wange, lächelte mich an, und sagte: “Das wird wieder gut! Du bist wunderschön!”

Ich bedankte mich überrascht für das Kompliment. Wir unterhielten uns noch kurz, dann ging dieses Kind zurück an den Tisch, woher es gekommen war. Von dort lachten mich seine Pflegeeltern an, wie ich nun erfuhr. Es war eine fröhliche Runde dort, mit noch anderen Kindern, den Pflegegeschwistern. Und das Kind, das zu mir gekommen war, hatte Down-Syndrom.

Mich hat das in keiner Weise gestört. Ich freute mich mit diesen Menschen, dass es ihnen gelungen war in ihrer Familie, gesunde und behinderte Kinder in einer lebensfrohen Gemeinschaft gemeinsam gedeihen zu lassen.

Was das an Energie auch gekostet haben mag, läßt sich erahnen, wenn man sich vor Augen führt, wie immer wieder Versuche befürwortet werden, die Behinderten in unserer Gesellschaft von vorne herein auszumerzen. So auch jetzt wieder:

>>Mit der Förderung eines Schwangerschaftsfrühtests auf das Down-Syndrom hat sich Forschungsministerin Annette Schavan (CDU) heftige Kritik aus den eigenen Reihen zugezogen. “Das ist Behinderten-Diskriminierung in der schlimmsten Form”, sagte der Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, Hubert Hüppe, dem Berliner “Tagesspiegel”.<<

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http://weltereignisse.blogspot.com/2011/08/regierungsbeauftragter-huppe-schavan.html