Mischt man Blau-Gelb, was kommt dann raus?

Wieder einmal kommt aus den Reihen der FDP und noch dazu aus der Hinterbank ein Ruf nach Auflösung der Berliner Koalition und auch ich selbst habe im FIWUS oft genug gegen diese Koalition ‘geschossen’, aber diesmal versuche ich mir wirklich mal objektive Gedanken über diese Partei zu machen. Sollte es nicht gelingen, bin ich wirklich einfach zu festgefahren, was meine politische Sichtweise angeht, wie man schon am Titel bemerkt.

Nicht jeder in dieser Partei ist ein Guido Westerwelle sowie nicht jeder oder jede eine Koch-Mehrin ist. Diese beiden Politfuzzys haben ihrer Partei mehr geschadet, als sie wahrhaben wollen. Obwohl ich beiden genügend Grips zugestehe, setzen sie ihn nur mit ihren Scheuklappen ein und ziehen so auch keine Konsequenzen aus der Stimmung, die gegen diese Partei und ihre Akteure in der Bevölkerung herrscht. Es gibt natürlich auch noch andere Namen und Personalien in dieser Partei, aber die haben halt immer noch den Bonus der Jugend und damit das Recht, wie Papageien daher zu plaudern.

Als negativ in der Bevölkerung wird das plakative Wort ‘Steuersenkung’ in der Bevölkerung wahrgenommen, denn diese Zeit war eigentlich schon vor der Wahl 2009 abgelaufen, sonst würde nicht wirklich alle Welt von der Staatsverschuldung reden. Einzelne Parteimitglieder, nicht die gesamte FDP, wollen oder/und können einfach nicht dazulernen und plappern diesen Begriff in jede Kamera und nerven damit auch die Journaille.

Das nächste Negativum ist Herr Westerwelle und Herr Niebel in ihren Rollen als Außenpolitiker, bei der sie nicht bemerken, wie lächerlich und dilettantisch ihre Außenwirkung zuhause in Deutschland, aber mehr noch im Ausland wirken. Kein Mensch nimmt sie wirklich ernst. Während sich die Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger meiner Meinung nach ehrlich abrackert in ihrem Ressort, machen die beiden ehemaligen Obermotze wirklich keine Figur mehr auf jeglichem politischen Parkett und das Wörtchen ‘gut’ habe ich absichtlich weggelassen.

Mit ehrlicher Wirtschaftskompetenz wird diese Partei auch nicht mehr identifiziert, was aber nicht unbedingt an den Personen liegen muss, die in diesem Fach wirken, sondern an den Umständen, welche generell in der Koalition beherrscht werden, denn Merkel und Schäuble sind nun mal 1000 mal mächtiger als der Koalitionspartner und sie bestimmen nun mal die Richtlinien deutscher Politik, die aber auch in den Abgrund treibt, weil es einfach an wirklichen Visionen fehlt und in der FDP keine Visionäre sichtbar sind. BWL und Jura als Studienfach sind nicht gerade bekannt dafür, wirklich helle Köpfe in Parteien zu spülen.

Diese Partei hat ein grundsätzliches Problem mit sich und in der Bevölkerung, sie haben keine Bodenhaftung mehr und Otto Normalo hat da sehr feine Antennen und lässt die FDP dann einfach büßen dafür. Liberal ist für Menschen und nicht für Klientel gedacht.