Medienschelte? – Seid IHR mit Schuld an der derzeitigen Situation?

Der Hinweis auf einen Beitrag brachte mich zuerst mal auf diesen Titel und dabei ist dieser Beitrag eher schon Asbach, denn er wurde vor 18 Monaten veröffentlicht. Nichts desto trotz ist er auch heute wieder aktuell, obwohl im FIWUS immer wieder in verschiedensten Beiträgen zu diesem Thema geschrieben wurde; dass, was die Medien und der Journalismus früher ausmachten, ist in viele Fällen immer mehr zur Hofberichterstattung verkommen.

Dabei spielt es keine Rolle, ob von Politik, der Wirtschaft und den Finanzen oder wie jetzt zum Beispiel über die Ausschreitungen in England berichtet wird, der Leser wird in erschreckender Weise regelrecht verarscht.

Reihum in den Medien sind diese Ausschreitungen das Werk von Kriminellen, doch wer hat sie dazu gemacht? Außer den Medien in erster Linie die Politik des Neoliberalismus und dass, was sich heute als Marktwirtschaft bezeichnet. Sogar in reinen Wirtschaftsblättern werden Möglichkeiten aufgezeigt, die eigentlich mehr als erschrecken. Dass die Medien sich dabei auch mal selbst ins Knie schießen, wie im Falle Rupert Murdoch, wird als sogenannter Arbeitsunfall abgetan.

WIR im FIWUS und in vielen anderen der sogenannten neuen Medien, die heute Blogs heißen, sind keine gelernten Journalisten, wir begleiten nur die Medien und haben dadurch Standpunkte entwickelt, die den Etablierten im Grunde genommen überhaupt nicht schmecken. Wir legen unsere ‘schmutzigen’ Finger immer wieder in offene Wunden, nur wollen wir eigentlich damit erreichen, dass die sogenannten Profis endlich wieder ihren eigentlichen Aufgaben nach kommen, für die sie ja auch bezahlt werden.

Wir zum Beispiel müssen niemanden lieben, um ihn oder sie zu respektieren. Nur das Endergebnis zählt und deshalb werden auch ständig unbequeme Fragen, aber auch die Antworten, gestellt. Wir brauchen auch keine Mitarbeiter vor Ort, um informiert zu sein und uns unsere eigenen Gedanken zu machen. Wer es lernt, auch zwischen den Zeilen zu lesen, wird auch dann zu Schlussfolgerungen kommen, die dem allgemeinen Trend garantiert nicht mehr folgen.

Besonders enttäuscht sind viele (Blog)-Schreiber im Internet von den ehemals großen Namen bei den schreibenden Medien, in denen sogenannte ‘Gegengewichte’ wie im SPIEGEL etabliert werden. Diese Schreiber reagieren inzwischen wie Nutten, wenn sie ihre Beiträge abliefern und ihre Kohle kassieren. Dabei werden Themen, die eigentlich Menschen betreffen, die sonst keinerlei Lobby haben, nur noch in Ausnahmesituationen angesprochen und behandelt, wenn sie sowieso schon nicht mehr unter den Tisch zu kehren sind. Gerade solche Themen kommen verstärkt aus dem Internet, bei den Etablierten der schreibenden Zunft oder im Fernsehen werden sie meist unterdrückt, dafür wird Boulevard ein ganz besonderer Stellenwert eingeräumt. Brave new World!!!