‘Change’ hin zur TEA-Party?

Mit dem Begriff ‘Change’, also Wechsel, sollte nach der George W. Bush-Ära ein wirklicher Wechsel in den USA dieses Land wieder zu einem Land werden, dass nicht nur ein paar wenigen Reichen gehört und Barack Obama wurde schon wie der neue Messias gefeiert von vielen Menschen. Sogar den Nobelpreis hat man ihm dafür gegeben, quasi als Vorschuss. Eigentlich müsste er ihn jetzt wieder zurück geben, denn die Erwartungen wurden so nicht von ihm erfüllt, die Kluft zwischen den verschiedenen Ideologien hat sich inzwischen durch eine Bewegung, Tea-Party genannt, nur noch verbreitert.

Diese Tea-Party, eigentlich nur eine Splittergruppe der konservativen Republikaner, sind mit ihren radikalen Ansprüchen durch die Geld-Schmarotzer aber inzwischen eher wie der Ku-Klux-Klan über dieses Land hergefallen, auch mit Sprüchen, die man eher aus dem kalten Krieg kannte und aus der McCarthy-Ära stammen könnte. Da sind die Gegner einer Steuer-Erhöhung für Besserverdienende noch die Harmlosesten unter ihnen.

Allen voran stehen die Kriegstreiber in dieser Gruppierung an erster Stelle, denn der militärische Komplex war schon immer ein Lieblingskind der Konservativen und durch 9/11 wurde auch in der Nachfolgezeit kein Deut dazu gelernt. Erst schießen und dann fragen ist bei diesen Vollpfosten immer noch erste Bürgerpflicht und wie schon in der Zeit des Wilden Westens werden durch die Großgrund-Besitzer zu den Herren über das restliche Volk und Hänge-Partys werden an den Pferdedieben zelebriert.

Wer in den USA reich ist, brauchte und braucht auch heute diesen Staat am wenigsten zu fürchten und nur wer seine sogenannten Freiheiten nicht bezahlen kann, ist in den Arsch gekniffen. Vom Tellerwäscher zum Millionär wird bei dieser Klientel immer noch propagiert, obwohl die Realitäten sich inzwischen längst verändert haben.

Die sogenannten sozialistischen Thesen eines Barack Obama sollten eigentlich ein Umdenken in ökologischer und ökonomischer Hinsicht bringen und wurden schon zu Beginn so stark von dieser sogenannten Tea-Party ideologisch bekämpft, dass Obama eigentlich von Anfang an keine besondere Chance hatte, denn besonders die beiden Vorzeige-Damen (Sarah Palin und Christine O´Donnell) als Gallionsfiguren waren zu geschickt von den Lobbyisten der Tea-Party platziert. Deren Auftritte wurde vom ‘Geld-Adel’ immer bestens bestückt und bezahlt.

Erdöl und Energie werden in den USA quasi verpulvert, als wären diese Rohstoffe unendlich vorhanden, bei den Menschen ist es ähnlich, denn es ist für einen Großteil der arbeitenden Bevölkerung schon fast normal, mit zwei oder drei Jobs den Tag durchstehen zu müssen, damit man sich den American Way of Life überhaupt leisten zu kann. Andererseits steigen die Obdachlosenzahlen in Dimensionen, die schon jetzt ein Heer fördert, welche den sozialen Frieden mehr als nur bedrohen werden. Wenn dieses Heer wirklich zur Gewalt greift, wird es zu einem neuen Bürgerkrieg in diesem Land kommen und manchmal könnte man den Eindruck gewinnen, dies ist von besonders bösartigen Schmarotzern in diesem Land gewollt.