Für wen lohnt sich Schuften, bis zum umfallen?

Zuerst sage ich mal klipp und klar: FÜR NIEMANDEN. Wenn ich dann Aussagen lese, die genau das Gegenteil sozusagen behaupten, und dass auch noch von einem Psychologen, dann kann ich mir nur noch an den Kopf fassen und diesen Menschen als Vollidioten betiteln. Der Mensch lebt nicht, um zu arbeiten, sondern er arbeitet, um zu leben.

Genau so ist es mit Beiträgen, die bei Lesern mit etwas schwachen Nerven die reinsten Horrorszenarien und Albträume erzeugen. Nur noch Angst durch solche Beiträge zu verbreiten, grenzt für mich schon an bewusste und absichtliche Körperverletzung, denn es werden mir keine positiven Alternativen aufgezeigt. Auch ich selbst kann oft genug keine Lösungen anbieten, was mich oft genug sehr hilflos macht, aber ich male auch nicht einfach nur schwarz. Meist schimpfe ich dann eher wie ein Rohrspatz und werde auch manchmal ausfallend und unfair, aber bei meinen Beiträgen entstehen keine Angstzustände ohne Ausweg. Dabei ist die Intelligenz des Autors unzweifelhaft um einiges größer als meine Eigene, aber ich schätze, darauf kommt es in vielen Lebenssituationen gar nicht an.

Ich suche immer noch nach Kontakten und Kommunikationen, welche nicht nur alles Dunkelschwarz sehen, was auf dieser Welt bzw. in Deutschland heute leider nicht mehr alltäglich ist, dafür haben sich die Generationen seit den 60er Jahren doch erheblich verändert, und nicht zum Positiven.

Als mir zu Beginn der 80er Jahre das Buch “Ich bin OK, du bist OK” von Thomas A. Harris in die Hände fiel und ich zur damaligen Zeit gerade in einer privaten Krise steckte, hat mir dieses Buch, welches ich in 3 Tagen fast nicht aus der Hand legte, zu Einsichten verholfen, die ich so noch nie in Betracht gezogen hatte. Außerdem verhalf es mir zu positiven Einstellungen, die mir auch heute noch in gewissen Situationen hilfreich sind, wenn auch oft ganz unbewusst und ich erst im nach hinein bemerke, woher meine positiven Einstellungen in der betreffenden Situation kommen, was aber jetzt nicht heißen soll, dass ich jetzt ein perfekter Mensch bin. Dass will ich auch gar nicht sein und ich mache trotz gewisser Einsichten noch genug Fehler, wie die meisten anderen Menschen auch.

Was mich aber bei manchen Texten am meisten stört, ist eine Tatsache, die manchen Autoren möglicherweise noch nie bedacht haben oder die sie aber einfach ignorieren. Es geht mir persönlich immer bei meinen Texten in erster Linie um die LeserInnen und nicht um mein Ego. So habe ich schon immer auch meine Arbeit in den anderen Branchen gesehen und auch gelebt. Wenn ich mit meinen Aufträgen im Ergebnis zufrieden war, konnte ich fast immer damit rechnen, dass auch der Kunde zufrieden war. Natürlich gab es dabei auch Ausnahmen, aber dort habe ich in den meisten Fällen den Auftrag ablehnen können und diese Ablehnungen habe ich auch durchgezogen, auch wenn ich es mir eigentlich nicht leisten konnte oder ich konnte den Auftraggeber von meiner Sichtweise überzeugen.

Verschwörungstheorien, wie sie der Eifelphilosoph so ganz locker unter die Leser streut, sind ja manchmal ganz witzig, aber auf Dauer gesehen völlig unproduktiv und im Endeffekt dann nur noch destruktiv. Er und auch andere Autoren im Internet verschmelzen Realität und Fiktion zu einem solchen Brei, dass die Leser irgendwann nicht mehr zwischen den einzelnen Formen unterscheiden können, wenn ihnen dass dazu gehörige Hintergrundwissen einfach nur fehlt und sie mit den Horrorszenarien dann allein gelassen werden. Solche Autoren sollten sich dann doch lieber der Unterhaltungsliteratur zuwenden und ihre Theorien in Politthrillern veröffentlichen, mit denen sie dann möglicherweise sogar noch auf den Bestsellerlisten auftauchen und dann so richtig absahnen können.

Unsere Welt und die darin lebenden Menschen werden niemals perfekt sein, und Schweinehunde jeglicher Art wird es immer geben, aber ich denke, es liegt an jedem einzelnen von uns, wie wir uns in dieser Welt bewegen. Es wäre allein schon ein Super-Erfolg, wenn wir nur die Gier ausrotten könnten, aber dafür müsste es einen wirklichen Gott geben, der sich dieser Geisel bemächtigt.