‘Saugen’ wir aus €uro-Krisenstaaten Fachkräfte ab?

Die Wirtschaft läuft in Deutschland auf Hochtouren, wir leiden angeblich an Fachkräftemangel, besonders bei den Hochqualifizierten und haben doch immer noch ein großes Potential an Hartz IV-Empfängern, bei denen ich mir einfach nicht vorstellen kann, dass dies alles nur noch Hilfsarbeiter sind.

Jetzt fordert die BA (Bundesagentur für Arbeit) publikumswirksam, wahrscheinlich im Auftrag ihrer Chefin, Frau von der zu vielen Lügen, sogenannte Leistungsträger aus Ländern der EU, welche dann nach relativ kurzer Zeit genau diese Leistungsträger eigentlich selbst brauchen, weil ihr eigener Aufschwung im wirtschaftlichen Bereich sonst mehr als erheblich behindert ist und schon hat die deutsche Politik wieder positive Schlagzeilen. So etwas könnte man auch Egoismus pur bezeichnen, denn die Krisenstaaten haben fast keine Möglichkeiten, ihre eigenen Fachleute zu halten, sie sind inzwischen zu reinen Konsumenten deutscher Wert(e)arbeit verkommen.

18.07.2011, 08:47

Zuwanderung

Arbeitsagentur lockt Fachkräfte aus Krisenländern

Der Jobmarkt in Schuldenstaaten wie Griechenland, Portugal und Spanien ist desolat. Für Hochqualifizierte könnte das boomende Deutschland ein Ausweg sein. Die Bundesagentur für Arbeit sucht gezielt nach Spezialisten – doch die Sprachbarriere bereitet Probleme.

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Dass Ganze sieht ja auch auf den ersten Blick sehr menschenfreundlich aus, hat aber, wie schon erwähnt, den angesprochenen Pferdefuß, denn was diese Krisenstaaten sich überhaupt nicht leisten können, ist der Verlust von hochqualifizierten Arbeitskräften, die ihnen helfen, aus ihrer eigenen Misere heraus zu kommen.

Aber auch ich selbst muss gestehen, dass ich schon selbst Überlegungen angestellt habe, mich als Deutschlehrer für diese ‘Auswanderer’ in entsprechenden Ländern zu bewerben und für einen gewissen, nicht sehr hohen Einzelbetrag mich zur Verfügung zu stellen. Es ist eine Marktlücke und sie ist besser als diese Grundsicherung, mit welche uns dieser deutsche Staat ‘versorgt’. Außerdem hätte ich noch den Anspruch auf eine Wohnung, die groß genug wäre, dort zum Beispiel für 10 Sprachschüler Lehrgänge abzuhalten. Mein Hindernis ist eigentlich nur meine eigene Versagensangst, sonst hätte ich schon Bewerbungen raus geschickt, denn auch wenn ich zum Beispiel kein Spanisch spreche, so bin ich doch in der Lage, auch durch lernen, mich verständlich zu machen.

Auch hat Spanien genug leeren Wohnraum, denn die haben ja gebaut wie die Wilden in den letzten Jahren. Was auch noch hinzu kommt, es ist mir eigentlich egal, wo ich lebe, solange ich nicht von Bürokratie wie in Deutschland genervt werde und ich hätte wieder eine Aufgabe, für die es sich lohnt, und zwar ohne gleich ein Honorar zu verlangen, welches andere Menschen einfach nur neidisch macht. Und ich könnte helfen, aber auch mit einem miesen Gefühl, wie schon erwähnt. Aber das sind ja doch nur Überlegungen, vielleicht hat jemand anders mit dieser Marktlücke mehr Glück, wenn er nicht gierig ist.

Natürlich sind diese Überlegungen rein ethisch und moralisch ziemlich fragwürdig, wie schon zu Beginn erwähnt und ich weiß dies auch, aber auch mir ist das Hemd näher, als die Hose und ein gesunder Egoismus hat noch niemanden geschadet und wer meinen Background kennt, wird diese Überlegungen auch verstehen.

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AlterKnacker

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Ein Mensch, der denkt und schreibt. Nicht immer lustig, aber das Leben ist ja auch kein Beliebtheitswettbewerb.

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