Der Drache schläft seit Jahrzehnten

5000 Jahre ist dieser Kulturraum bekannt, doch immer noch weiß die restliche Welt viel zu wenig von China. 1,34 Milliarden Menschen sind nun mal nach unseren westlichen Maßstäben einfach nicht so zu überblicken, wie unsere Staaten und Gemeinschaft. Dass sich dieses Land seit 1949 als ein kommunistisches System ausgibt, hat mit dem durch Mao Tse Tung errungenen Sieg in einem jahrzehntelangen Bürgerkrieg zu tun, der Marx und Engels mit eigenen Ansichten über den Kommunismus vermischte und daraus die für ihn eigene Staatsform des Maoismus gegründete. Diese völlige Gleichschaltung von unterschiedlichen Kulturen allein durch Gewalt hat er einfach von der Feudalherrschaft des Kaiserreichs mit seinem Beamtentum übernommen, verändert und für seine Zwecke verfeinert.

Der Eintritt Chinas in das Weltwirtschaftssystem konnte nur einen Giganten hervor bringen und auch wenn der Einzelne, außer den sogenannten Privilegierten, in diesem Riesenland nichts zählt, so hat doch jeder einzelne Chinese als Mensch einen selbstständigen Denkapparat, der völlig autark funktioniert und dadurch auch einfachste, aber auch komplizierteste Wünsche und Träume produziert und wer Hunger hat, träumt nun mal von Essen und dabei nicht nur von ein paar wenige Bröckchen.

09.07.2011

Rasanter Preisanstieg

China kämpft gegen Turbo-Inflation

Obsthändlerin in Peking: Sattes Preisplus bei Lebensmitteln

AFP

Obsthändlerin in Peking: Sattes Preisplus bei Lebensmitteln

Die Wirtschaftsmacht bekommt die Teuerung nicht in den Griff: Die Inflation in China stieg im Juni um 6,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat – und erreichte den höchsten Wert seit drei Jahren. Die Gefahr von sozialen Unruhen nimmt damit zu.

Peking – Die Preise in China steigen, und ein schnelles Ende der Inflation scheint nicht in Sicht. Vor allem die Nahrungsmittelpreise legten zu. Sie kletterten um 14,4 Prozent auf ein Drei-Jahres-Hoch, wie das Statistikamt am Samstag in Peking berichtete. Auch die Erzeugerpreise stiegen um 7,1 Prozent.

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China kann seine Bevölkerung nur in Schach halten, weil der sogenannte Beamtenapparat so riesig ist und diese Beamten (Polizei und Justiz) niemals in dem Maße hungern müssen, wie der große Rest der Bevölkerung. Durch Schulungen und auch Gehirnwäschen geprägt, führen diese Beamten diesen Staat und erledigen quasi die Drecksarbeit für die Bonzen wie in jeder anderen Diktatur auch. Erst wenn diese Büttel des Staates auch anfangen, selbstständig zu denken, werden sich Veränderungen ergeben, nur werden sie in diesem Riesenreich niemals friedlich vonstatten gehen. Noch kein Weltreich und die Antike sollte da immer als Beispiel herangezogen werden, konnte auf Dauer rein mit Angst und Gewalt überstehen und so ist es eigentlich nur eine Frage der Zeit, wann China über seine eigenen Füße stolpert.

Besonders der Wandel hin zum Kapitalismus chinesischer Bauart lässt einen kleinen Teil von Menschen entstehen, die sich durch ihren Reichtum von der großen Masse abheben und so werden die sogenannten Kommunisten sich nicht ewig halten können. Ideologien wurden immer wieder durch einen Materialismus abgelöst, denn wie gesagt, die Menschen haben Träume und Wünsche und genau wie sich Krankheiten verbreiten, so auch diese sogenannten Epidemien.