Der schwarze Fürsprecher der GRÜNEN …

… und eine Regierung, die nur noch dämlich ist.

Christian Wulff, der Leisetreter dieser Republik, hatte heute mal wieder einen Fernsehauftritt, zu seinem Einjährigen, bekam seine Fragen gestellt und hat wie immer artig geantwortet, aber wenn man sich die Fragesteller anschaut, dann kann man sowieso keine hochgeistigen Fragen erwarten, denn vom Regierungsfernsehen, auch der ARD, kann man kaum noch Biss erwarten, denn denen sind schon fast allen die Zähne ausgefallen. Bis auf wenige Ausnahmen sind in der ARD nur noch Sendungen verankert, die die heile Welt geradezu herbei schwören und völlig an der Realität vorbei gehen.

Mauern in den Köpfen einreißen, Brücken bauen, Gräben zuschütten – das hatte sich Wulff vor zwölf Monaten zum Ziel gesetzt. Kein großes Programm, eher politische Durchschnittsware. Sein Vorgänger Horst Köhler versuchte, im aktuellen Diskurs zu punkten mit Sätzen wie jenem, die Banken hätten die Finanzmärkte zu einem “Monster” entwickelt. Vorvorgänger Johannes Rau sorgte sich um die Folgen der Genpolitik, um den sozialen Zusammenhalt der Gesellschaft.

Mit seiner – wenn auch vorsichtigen – Kritik am Stil der Koalitionsparteien versucht Wulff, seine Amtszeit um eine Facette zu erweitern. Und er tut es auch in einem anderen Punkt: In der Griechenland-Krise fordert er die Geldinstitute zum Handeln auf – und liegt da auf einer Linie mit der Merkel-Regierung. “Die Banken müssen Verantwortung übernehmen: zum Beispiel Kredite strecken, Zinsen verändern”, sagt er.

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Wenn ich schon die Worte “vorsichtige Kritik” lese, und dann auch noch im SPIEGEL, dann kringeln sich bei mir die Fingernägel. Und dann auch noch das Wort von der ‘Facette’, wo ich mich und mit mir doch sehr viele Andere schon öfter mal gefragt haben, wo eigentlich die Kontur dieses Präsidenten einzuordnen ist, denn konturloser wie er kann eigentlich kein Mensch sein. Jeder Mensch wirft Schatten, dieser Mensch ist mehr als ein Gespenst. Facetten sind oft auch Stilbrüche, die aber in Erinnerung bleiben.

Dass sich dieser Präsident jetzt quasi bei den GRÜNEN anbiedert, hat eigentlich nur damit zu tun, dass in dieser Partei außer Wohlstandsbürgern auch noch Krawallos sind, die diesem Leisetreter eigentlich Angst einflößen. Dass seine Frau sich vorstellen kann, ihm in eine zweite Amtszeit zu folgen, hat eigentlich nur mit Eitelkeit zu tun, denn mit ‘Freunden’ wie Maschmeyer und Veronika Ferres kann man doch die schnöde, primitive Welt des Alltäglichen sehr gut vergessen.

Dieser Präsident ist so abgehoben, vergeistigt und nicht von diesem Planeten, dass ihm eine Problematik wie mit Griechenland wie ein sogenannter ‘Unverwundbarer’ nichts anhaben kann und er sich dazu auch nicht äußert. Dafür hat der SPIEGEL einen Experten ausgegraben, der endlich mal Tacheles redet zu dieser Problematik.

27.06.2011

Euro

“Das System wird gesprengt”

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DPA

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Homburg: Banken können sich nicht freiwillig beteiligen. Ein Vorstand ist auf das Wohl seines Unternehmens verpflichtet, nicht auf das Gemeinwohl. Verzichtet er zu Lasten seiner Gesellschaft auf Forderungen, ist das Untreue und strafbar.

SPIEGEL: Banken können nur arbeiten, wenn die Finanzmärkte funktionieren. Wenn sie dazu einen Beitrag leisten, kann das doch nicht strafbar sein.

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Nach diesem Interview hat man auf jeden Fall den Eindruck, endlich mal in diesem Tohuwabohu durchzublicken. Allein für seinen Ausspruch: “Die angebliche Ansteckungsgefahr (eines Domino-Effekts) ist eine Legende, die der wissenschaftlichen Überprüfung nicht standhält. Wenn man meine Überzeugung teilt, dass das Gerede, Griechenland sei systemrelevant, dummes Zeug ist, gibt es für Rettungsaktionen keinen Grund …” hätte er schon bei mir persönlich einen Preis verdient.

Der Gastbeitrag über einen Marshall-Plan für Griechenland ist im FIWUS inzwischen ein richtiger Renner bei den Lesern unserer Seite, also scheint Herr Prof. Hankel den richtigen Ansatz für dieses Land gefunden zu haben und er hat es so verständlich dargelegt, dass ich richtig stolz bin, diesen Beitrag gefunden zu haben.