#S21 – Die Sprache der Gewalt von beiden Seiten

Fünfzehn Jahre Vorbereitung durch Politiker, die sich schon auf ein lebenslanges Dauerdasein eingerichtet hatten, haben das Vorhaben Stuttgart 21 an den Bürgern und Wähler vorbei geplant, um sich selbst ein Denkmal zu setzen und dabei sollte ein anderes Denkmal, nämlich der alte Bahnhof aus dem Blickfeld verschwinden. Nun ist der Schwabe ganz bestimmt nicht dafür bekannt, gleich auch noch mit Gewalt auf die Barrikaden zu gehen, aber diese Protestbewegung hat auch die Schwaben in die Arme einer Politik getrieben, welche vor 20 Jahren noch für unmöglich gehalten worden wäre. Die Politiker dieses Landes haben mit der berühmten Sparsamkeit der Schwaben quasi erst mal aus Prestigegründen Schindluder getrieben und sie in Wut versetzt. Schon Hartmut Mehdorn als damaliger Bahnchef und auch Einheimischer hat damit heilige Prinzipien verletzt.

Diese Schwaben brauchen schon eine Zeit, um ihrer Wut Ausdruck zu verleihen, dass haben sie schon 1848 so gehalten, als die Revolution des deutschen Bundes sich nach Baden verlagerte.

Quelle: Wikipedia

Baden-Württemberg war schon immer als bedächtig, sparsam und arbeitsam bekannt, aber diese Bevölkerung hat auch einen sehr ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, aber was auch noch sehr wichtig für diese Menschen ist, ist ihre relativ intakte Natur.

20.06.2011

Stuttgart 21

Gegner stürmen Bahnhofs-Baustelle

Stuttgart-21-Baustelle: Niedergerissene Zäune

dapd

Stuttgart-21-Baustelle: Niedergerissene Zäune

Gegner des Bahnprojekts Stuttgart 21 haben eine Baustelle im Schlossgarten besetzt. Die Initiative „Parkschützer“ nannte das ein wichtiges Signal: „Der Widerstand lebt.“ Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot an, mehrere Beamte wurden verletzt.

Stuttgart – Dieses Mal blieb es nicht bei einem reinen Protestzug gegen das Bahnprojekt. Nach der traditionellen „Montagsdemonstration“ stürmten mehrere hundert Stuttgart-21-Gegner eine Baustelle. Sie rissen die Zäune zum geplanten Grundwassermanagement für den Tiefbahnhof nieder. Einige Aktivisten besetzten die Wassertanks auf dem Gelände im Schlosspark hinter dem Hauptbahnhof. In Sprechchören forderten die Gegner eines unterirdischen Bahnhofs den Rücktritt von Bahnchef Rüdiger Grube.

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Die Menschen und auch Wähler haben inzwischen S21 zu einem Fanal zusammen mit Naturschützern und den Grünen entwickelt, wodurch sich auch gewaltbereite sogenannte ‘Berufsdemonstranten’ eingebracht haben, denn diese von Heiner Geisler durchgeführte Moderation war insofern schon von Anfang an zum scheitern verurteilt, als sich die Bundespolitik eingemischt hatte. Einmischungen von Außen mag der Schwabe auch nicht und hat seine Wut nur gesteigert, denn er lässt sich auch nicht gerne etwas wegnehmen. Als das Wort vom ‘Wutbürger’ plötzlich die Runde machte, war dass nur ein Anlass für bestimmte politische Stimmungsmacher, der Staatsgewalt Card Blanche zu geben und die echten Gewaltbereiten unter den Demonstranten erhoffen sich davon weiteren Auftrieb. Die Spirale war in Gang gesetzt und wird sich erst stoppen lassen, wenn dieses Projekt so der so scheitert, denn selbst wenn doch gebaut wird, wird das Endergebnis ein Scheitern sein und zwar für beide Seiten, denn für die Initiatoren wird das ganze Projekt so teuer, nur ist es dann für den Ausstieg zu spät.

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AlterKnacker

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Ein Mensch, der denkt und schreibt. Nicht immer lustig, aber das Leben ist ja auch kein Beliebtheitswettbewerb.

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