Das Hellas-Syndrom der Kanzlerin

Ob Angela Merkel dabei an die griechische Geschichte denkt mit all seinen ‘Helden’ und Kämpfern, die schon Troja vernichtet haben, wage ich zu bezweifeln, aber Ausschließen kann man in diesen Tagen ja fast gar nichts mehr. Hier wird einfach mal gigantisch Stimmung gemacht und finsterste Ecken der Hölle beschworen, aber sind diese Horror-Szenarien wirklich zu erwarten? Wirtschafts- und Finanzexperten gibt es ja zuhauf und jeder dieser Auguren macht ein anderes Fass auf, um zu loben oder zu tadeln.

Griechenland ist pleite, weil das Land bei Einführung des Euro schlicht und ergreifend gelogen hat und jetzt sind diese sogenannten Experten sich nur in einem einig, dass sie sich niemals werden einigen können, denn so sehr sie die Tatsachen auch drehen und wenden, heraus kommt immer wieder nur ein neues Desaster.

11.06.2011

Milliardenhilfe für Schuldenstaat

Merkel sieht Aufschwung durch Griechenland-Krise bedroht

Merkel: Furcht vor Lehman II

AP

Merkel: Furcht vor Lehman II

Die Kanzlerin warnt vor dramatischen Folgen, sollte Griechenland pleite gehen: Ein Staatsbankrott würde ihrer Meinung nach auch Deutschlands Wachstum herunterreißen, sogar einen Einbruch wie 2009 hält Merkel für möglich. FDP-General Lindner sieht gar private Geldeinlagen der Bürger gefährdet.

Berlin – Politiker und Wirtschaftsexperten befürchten bei einer Staatspleite Griechenlands weitreichende Folgen für die Eurozone. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sieht jetzt auch den deutschen Wirtschaftsaufschwung in Gefahr. Im Ringen um neue Milliardenhilfen für den Schuldensünder warnte sie vor einem griechischen Staatsbankrott: “Wir dürfen nichts tun, was den Aufschwung weltweit insgesamt in Gefahr bringt und dann auch Deutschland wieder in Gefahr bringen würde.”

Quelle: Hier weiterlesen

Da helfen auch ‘betende’ Hände unserer Kanzlerin nicht, denn inzwischen geht es nicht mehr um Griechenland allein, ganz Südeuropa ist inzwischen in den Klauen einer Finanzmafia, die nicht von Europa aus gesteuert wird, aber auch nicht allein von den USA aus, in der die meisten dieser Geier sitzen.

Wenn man wie ich die Nachrichten täglich, aber manchmal auch stündlich durchgeht, kann man sehr schnell den Wald vor lauter Bäumen übersehen und bei den etablierten Medien ist es nicht anders und die haben teils hochbezahlte Journalisten und dem entsprechend Experten für solche Recherchen.

Deutschlands Wirtschaft setzt weiterhin auf die bestehenden Ungleichgewichte innerhalb der EU und profitiert davon auf Kosten der anderen. Damit ist eine der Hauptursachen der fortwährenden Krise nicht beseitigt. Für die stetige Verbesserung der Wettbewerbsposition können sich die deutschen Arbeitnehmer, Sozialleistungsempfänger, Rentner, Kinder usw. immer noch nichts kaufen, weil sie mit dem Engerschnallen ihrer Gürtel vollends beschäftigt sind. Schuldverschreibungen der Defizitländer kann man einfach nicht essen. Man muss sie am Ende sogar selber bezahlen, wenn die Handelsungleichgewichte fortbestehen und der Exportfetischismus unter dem Decknamen “Qualität, Made in Germany” zum ideologischen Dogma erklärt wird.

“Was ist ein Aufschwung wert, wenn der Einzelhandelsumsatz im März um real 3,5 Prozent sinkt? Dieser Wirtschaftsaufschwung bestraft diejenigen, die durch ihre Arbeitsleistung die zusätzlichen Waren und Dienstleistungen hergestellt haben. Die ungleiche Verteilung bei Einkommen und Vermögen nimmt dadurch weiter zu. Ein solches Wachstum vergrößert die Außenhandelsungleichgewichte und verschärft so die Eurokrise weiter. Es ist ein Skandal, dass gerade sich durch die unsolidarische Politik der Bundesregierung der Außenhandelsüberschuss im März ausgerechnet gegenüber den EU-Partnern überproportional vergrößern konnte.”

Quelle: Sahra Wagenknecht (DIE LINKE)

Fürchtet euch nicht? Brüderle hat Recht, vor dem schwarz-gelben Ende brauchen wir uns nicht zu fürchten. Unsere Hoffnungen ruhen darauf.

Quelle: Hier ganzer Beitrag

Aber dies ist auch nur ein Puzzle-Teil, denn das wirkliche Bild ist Vielschichtiger. Eine ganz einfache Tatsache können wir täglich in irgendeiner Form in ‘unseren’ geliebten Blättern nachlesen: China und Russland sind ständig und fortwährend mit Billigung der USA auf Einkaufstour, denn die USA stehen bei den Chinesen so in der Kreide, dass es nicht nur einer Sau graust, da steht eine riesige Herde und schüttelt sich vor Grausen. Was dabei niemals vergessen werden darf, ist, dass die größte Volkswirtschaft dieses Planeten all diese Sauereien erst in die Welt gesetzt hat, nur diesmal an der derzeitigen Politik vorbei und die Geister, die dabei gerufen wurden, jetzt nicht mehr so einfach einzufangen sind. China und Russland haben dass, was in den USA und Europa am meisten fehlt: flüssiges Bargeld.

Nicht Hellas wird unser Menetekel und wir brauchen auch keine Kriege mehr, denn die letztendlichen Sieger stehen jetzt schon fest. Solch ein Szenario hatten wir schon einmal mit Japan, als die die USA übernehmen wollten, aber auch dies ist inzwischen nur eine Randnotiz der Geschichte, denn die größten und schlimmsten Gauner sitzen in der Wall-Street und wenn die wieder zuschlagen, bleibt kein Stein auf dem anderen.