Die Lügner und Betrüger von der Regierungsbank

Als dieser Beitrag aus der ZEIT wenige Tage vor Einführung der Hartz-Gesetze erschien, war die Kuh schon auf dem Eis und sie hatte keine Schlittschuhe untergeschnallt. Die im Titel angesprochenen Individuen, eigentlich sonst Spinne Feind, waren sich diesmal so einig wie kaum jemals zuvor. Jeder einigermaßen intelligente Leser von Nachrichten weiß genau, von welchen Fuzzys ich schreibe. Der erwähnte Beitrag sah damals schon die Lügen, nur frage ich mich heute ernsthaft, ob der Beitrag und die darin enthaltenen Fakten nicht in seinem Gesamtzusammenhang schon lange vorher so bekannt war.

Lügen und Betrügen war schon immer in der Politik gang und gäbe, aber was hier nach sechseinhalb Jahren so langsam auf den Tisch kommt, haut dem Fass gewaltig den Boden raus und selbst die Justiz hat sich von diesen Scharlatanen einwickeln lassen. Dann nützen inzwischen die verschiedenen Artikel zu diesem Thema aus den etablierten Medien auch nichts mehr, die Kuh ist immer noch auf dem Eis und auch wenn in der Wirtschaft und Industrie inzwischen ein ziemliches Tauwetter eingesetzt hat, diese Kuh, genannt Hartz-Gesetzgebung, steht an der tiefsten Stelle und wenn sie einbricht, ersäuft sie.

Die Welt kompakt  06:38

Hartz IV: Nicht schneller zum Job

Die Hartz-IV-Reform ist nach einer neuen Untersuchung gescheitert. Die Reformmaßnahmen hätten nicht dazu beigetragen, die durchschnittliche Dauer der Arbeitslosigkeit zu verringern, teilte die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung mit. Laut Studie sind Arbeitslose nach der Reform im Durchschnitt ebenso lang ohne Job wie vorher. Die durchschnittliche Dauer der Arbeitslosigkeit betrug vor der Reform zwölf Monate, nach der Reform 13 Monate. Die Annahme, so die Forscher, dass Armut ein Langzeitphänomen sei nach dem Motto “einmal Sozialhilfe, immer Sozialhilfe” , treffe nicht zu. Neuere Studien hätten gezeigt, dass es bereits vor Hartz IV dem überwiegenden Teil der Arbeitslosen- und Sozialhilfebezieher gelang, aus der Arbeitslosigkeit herauszufinden, schreiben die Autoren. Den durch die Reform möglicherweise entstandenen sozialen Kosten wie der Zunahme sozialer Ungleichheit stehe “kein Nutzen gegenüber”.

Quelle

Beiträge, welche die Wahrheit ‘verkünden’, werden als besonders kurze Statements gebracht, damit das gesellschaftliche Gift bloß nicht seine Wirkung verliert und es wirkt weiter, politisch und auch von gewissen Gesellschaftsschichten gewollt. Bei gewissen Medien bin ich so was ja eigentlich gewohnt und wundere mich nicht besonders, bei anderen Medien, welche über lange Jahre eigentlich immer als einigermaßen ‘anständig’ angesehen wurden, bin ich dann doch erstmal überrascht und frage mich natürlich, wie dieser politische Giftcocktail bei denen hat wirken können, denn Geld allein kann es nicht sein, dass wäre selbst mir einfach zu primitiv, aber solche Beiträge sind heute richtige ‘Hits’ bei der Leserschaft. Und es kann auch nicht aus dem Druck aus dem Internet resultieren. Aber vielleicht ist es genau ein relativ großes Puzzle aus vielen Teilen davon. Ach ja, bevor ich es vergesse; wer die gekennzeichneten Links außer acht lässt und sie nicht liest, versäumt wirklich ‘gute’ und ‘saugute’ journalistische Arbeit. Ich bin ja nur ein Schreiberling. 

Wir, die wir kostenlos schreiben und versuchen, aufzuklären, brauchen uns so schnell nicht warm anzuziehen, denn unser ‘Kampf’ durch das Wort ist gerecht. Wer zu uns kommt und liest, will keine wiedergekäute Scheiße, die auch noch diktiert wurde, damit die Werbepartner zufrieden sind.