Finanzen und Nachdenklichkeiten

Ich lese ja Nachrichten und Beiträge, auch in Blogs im Internet, denn die Masse an Beiträgen würde ein Zeitungsbudget voraussetzen, dass mein Finanzbudget mehr als extrem belasten würde und so komme ich heute zuerst auf den NSO mit seinem Hauptbeitrag, der das Schreckgespenst eines totalen Welt-Zusammenbruchs im Bereich der Finanzen ziemlich drastisch an die imaginäre Wand malt. Weitere Szenarien eines globalen finanziellen Weltuntergangs können schon mal gedanklich hier inhaliert werden.

“Das Ende ist nah” … das merkt bald jeder. Wohin man auch kommt, mit wem man auch spricht: allen sitzt es in den Knochen. Wer Hartz IV bezieht, bemerkt die Erschütterungen am Schnellsten, zuvor jedoch bemerkt es der Sachbearbeiter. Wer jedoch noch viel früher dran ist, das Ende unserer zivilisierten Gesellschaft klar vor Augen zu sehen, das sind die, die sie in den Abgrund gesteuert haben um für einen kurze Zeit ihre Mietfrauen von der Steuer absetzen zu können … und welche asozialen Degenerationserscheinungen es da sonst noch so gibt. Darum ist es interessant, zu sehen, welche Strategien die Investmentbanker und Wirtschaftsprofis momentan fahren, siehe Zeit:

Und natürlich hält auch Max Otte die Schuldenquote des Westens für besorgniserregend hoch. Deshalb investiere er selbst außer in Aktien seit Jahren in Wald, Ackerland, Gold.

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Wer zu solchen Themen Beiträge schreibt und sich auch Gedanken darüber macht, muss sich aber auch die Frage gefallen lassen, warum von ihm und auch vielen Anderen, die sich mit dieser Seite des Lebens beschäftigen, keine brauchbaren Alternativen aufgezeigt werden. Allein auf die negativen Seiten von Problemen hinzuweisen, ist nicht besonders hilfreich für die Leser, denn viele dieser Leser erwarten von ‘schlauen’ Leuten auch Hinweise auf das sogenannte ‘Licht am Ende des Tunnels’. Eine dieser Alternativen zum Beispiel dürfte im Allgemeinen keine besondere Wertschätzung in der Bevölkerung genießen.

29.05.2011

Staatsfonds CIC

Chinas Milliarden-Monster

Von Steffen Daniel Meyer

Yuan-Scheine: "Weltwirtschaftliche Kräfteverschiebung"

AFP

Yuan-Scheine: „Weltwirtschaftliche Kräfteverschiebung“

Er hortet Hunderte Milliarden Dollar, kauft Firmen in der ganzen Welt: Der chinesische Staatsfonds CIC ist mächtiger als manche Regierung. Der Westen beäugt den Megakonzern mit Sorge. Doch wie gefährlich ist er wirklich?

Peking – Man kann die Geschichte so erzählen: In China gibt es eine geheimnisumwitterte Zentrale der Macht, die den Westen das Fürchten lehrt. Sie häuft Milliarden von Dollar an, um weltweit Firmen zu kaufen, ihnen die Technologie zu stehlen und Einfluss auf Regierungen zu nehmen. Die Rede ist von der China Investment Corporation (CIC), dem Staatsfonds der Volksrepublik. Chinas Milliarden-Monster.

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Die Welt braucht Bargeld und finanzielle Investitionen und China hat es im Überfluss. China, aber hauptsächlich das politische System sind aber nicht nur nicht beliebt, vor dieser Ideologie hat die Mehrzahl der Menschen in der restlichen Welt große Angst. Also kann man im Allgemeinen diese Überlegungen abhaken, wenn sich solche ein Ideologie nicht radikal ändert.

Meine eigenen Überlegungen gehen in diesem Zusammenhang in eine ganz andere Richtung, denn was wir alle in diesem Finanzdesaster brauchen, ist ein radikaler Schnitt und den kann nur eine globale Währungsreform wie in Deutschland im Jahre 1948 geschehen, bringen. Natürlich höre ich jetzt schon den globalen Aufschrei der Ablehnung, aber das haben unbequeme Vorschläge sowieso so an sich. Wer solche Vorschläge macht, riskiert, von allen Seiten angegriffen zu werden, also kann ich nur dazu einladen, dann greift mich halt an.

Ein radikaler Schnitt der Währungen bringt alle erst mal auf den gleichen Stand, was das Bargeld angeht, Deutschland musste diesen Schnitt ja nach dem zweiten Weltkrieg gezwungenermaßen machen, bevor es sich an das Wirtschaftswunder machen konnte. Was in dieser Situation sich nicht ändert, sind die sogenannten Hard Assets, also zum Beispiel Haus- und Grundbesitz oder auch gehortetes Gold und andere Wertgegenstände. Den wirklichen Reichen wird also eigentlich nichts weggenommen, aber jeder hat plötzlich die Chance, einen neuen Anfang in finanzieller Hinsicht zu machen. Dass die Reichen und Wohlhabenden immer noch einen Vorteil haben, war auch schon 1948 so und lässt sich, denke ich, auch nicht so einfach ändern. Wirkliche Ungerechtigkeiten werden nie ganz auszurotten sein, außer, man schafft die Menschheit ab.

Geld und geldähnliche Papiere haben ab solch einem Zeitpunkt keine Gültigkeit mehr, also sind auch die ‘Shareholder’ von Aktien betroffen, was in solch einer Situation auch absolut Sinn macht. Wer unbedingt Aktien ‘braucht’, kann sie ja unter neuen finanziellen Vorzeichen wieder erwerben.

Das ich mich mit diesem Beitrag sehr wahrscheinlich oder auch ziemlich sicher lächerlich mache, ist mir heute eigentlich ziemlich egal, denn immerhin habe ich hiermit ja mal einen Hut in den Ring geworfen und ich kann mir vorstellen, dass es auch Leute gibt, die gerne ausprobieren würden, ob dieser vielleicht passt.

Andere werden auf jeden Fall mit Argumenten von zu vielen unterschiedlichen Währungen auf der Welt kommen und dass solch eine Vorgehensweise niemals funktionieren kann, aber solche Argumente wurden schon bei anderen nicht für möglich gehaltenen Vorgängen vorgebracht, welche dann im Endeffekt doch funktioniert haben. Vorschläge, egal wie ‘schräg’ sie im ersten Augenblick auch aussehen und sich anhören, sind Diskussionsgrundlagen und niemals endgültige Fakten. Diese Diskussionsgrundlagen vermisse ich in zunehmendem Maße und immer nur Horrornachrichten und Verschwörungstheorien zu konsumieren, kann auf die Dauer ganz schön nerven. Wir haben unseren Kopf zum Denken mit bekommen und nicht, damit es nicht in den Hals rein regnet.

Über den Autor

AlterKnacker

AlterKnacker

Ein Mensch, der denkt und schreibt. Nicht immer lustig, aber das Leben ist ja auch kein Beliebtheitswettbewerb.

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