AlterKnacker´s Streiflicht Nr.1

Dieses Streiflicht wurde an anderer Stelle am 05.08.2010 schon einmal veröffentlicht und ein für mich sehr wichtiger Aspekt hat sich inzwischen geändert, denn am 07.01.2011 starb meine Cira, eine Dobermann-Dame der ganz besonderen Art.

Streiflichter wie dieses hier sehe ich als Fortsetzung und Neuauflage einer über lange Jahre erscheinenden Kolumne von Sigi Sommer in der Münchner Abendzeitung unter dem Titel “Blasius, der Spaziergänger”, wobei ich betonen möchte, dass ich niemals auch nur annähernd das Niveau dieses Experten des geschriebenen Wortes erreichen werde. Aber ich bemühe mich, ihm nachzueifern.

Als erstes muss ich mal ein echtes Ärgernis loswerden.

Ich gehe jede Nacht noch mit meinem Hund kurz Gassi, damit sie sich erleichtern kann. Und zu dieser Zeit kurven auch noch Autos durch die Gegend. Und die blenden mich, wenn sie mir entgegen kommen, ungemein. Als wären die Scheinwerfer nicht richtig eingestellt. Ich schätze aber, die meisten sind es, nur sind die neuen Halogenscheinwerfer alles andere als freundlich zu den Augen der Fußgänger, denn sie knallen so voll rein, dass man mindestens eine Minute braucht, um wieder was erkennen zu können. Dies empfinde ich ziemlich unfreundlich von der Auto-Industrie, dass sie heute keinerlei Rücksicht mehr auf Fußgänger nimmt.

Und wo wir schon gerade bei Ärgernissen sind, die Hersteller von Elektronik-Produkten sind ein besonders gutes Beispiel für Ignoranz. Da kauft man sich für meist teures Geld ein Produkt und wenn man es dann anschließen will, braucht man einen Professoren-Titel, um die Bedienungsanleitung entziffern zu können. Das Produkt reift halt beim Kunden. Ich persönlich habe es mir inzwischen zur Aufgabe gemacht, wenn ich mich für ein Produkt interessiere, dann suche ich als erstes im Internet nach der entsprechenden Bedienungsanleitung. Gibt es die dort nicht, hat der Hersteller dieses Produktes ganz miese Karten, denn ich streiche solche Produkte sofort aus meiner Interessenliste.

Finde ich aber solch eine Bedienungsanleitung, so ist der Hersteller noch lange nicht aus dem Schneider.

Gibt es z.B. nur eine fremdländisch Geschriebene, kommt wieder der Rotstift zum Einsatz, da bin ich knallhart, ich WILL deutsch lesen, wie etwas funktioniert. Ausnahmen sind Computerprodukte, die versteh ich auch in englisch.

Ist die Anleitung dann in den entsprechenden Grundsprachen, also auch in deutsch, dann sollte sie aber wirklich von einem Übersetzer geschrieben sein, denn die Hersteller gerade in Fernost lassen viel zu oft einen Computer die Übersetzung vornehmen und dieses Kauderwelsch ist nicht zum aushalten. Solche ‘Unverschämtheiten’ lasse ich mir für mein wertvolles bisschen Geld nicht bieten. Und wer so dumm ist, es sich doch bieten zu lassen, der hat entweder zu viel auf dem Konto oder ist einfach nur dämlich.

Ein Hersteller, der zuerst an den Kunden und seine Zufriedenheit denkt, hat bei mir immer gute Karten und das kann ich auch allen anderen Käufern solcher Produkte nur empfehlen. Saubere Übersetzungen kosten nicht die Welt und zaubern ein Lächeln auf das Gesicht des Kunden. Knallharter Wettbewerb sollte nicht dazu verführen, dem Kunden den berühmten Mittelfinger entgegen zu strecken.

So, genug gemosert, es ist halb vier in der Früh und ich will noch in meinem Buch lesen. Bis die Tage.