Ein unverschämt teures Stück Plastik

Wer verdient hier im Endeffekt wirklich an dieser Plastik-Karte?

Bevor ich mich jetzt weiter in diesem Beitrag auslasse, sollten WIR uns erst einmal anschauen, um was es eigentlich geht.

Die elektronische Gesundheitskarte Teil 1 (Teil 2 bitte auf YouTube suchen)

Diese knapp 10 Minuten waren bisher doch schon ganz schön aufschlussreich, aber wie soll man dem Bürger und Patienten eigentlich einen Betrag von 500 Millionen €uronen erklären, welche bisher für ein Nichts ausgegeben wurden? Auch der nachfolgende Beitrag im SPIEGEL lässt diese Frage eigentlich offen und die verantwortlichen Politiker sowieso.

07.05.2011

Elektronische Gesundheitskarte

Mega-Flop im Massentest

Von Susanne Wächter

Horrende Kosten, kein Zusatznutzen: Seit Jahren finanzieren die gesetzlich Versicherten ein Mammutprojekt namens Elektronische Gesundheitskarte. Einst sollte diese das Gesundheitswesen revolutionieren, nun entpuppt sie sich als absoluter Flop. Eingeführt wird das Placebo-Kärtchen trotzdem.

Hamburg – Die Regierung hatte sich alles so schön ausgedacht. Eine kleine Karte, die ins Portemonnaie der Patienten passt, sollte die unzähligen großen Probleme des Gesundheitswesens lösen. Weniger Missbrauch, keine Doppeluntersuchungen mehr, im Notfall der Zugriff auf die relevanten Daten des Versicherten. Und vor allem: Einsparungen durch mehr Transparenz.

Quelle: Hier weiterlesen

Und wieder wurde ein IT-Projekt (wie damals bei der Hartz-Software für die BA, die heute noch erhebliche Mängel hat oder LKW-Maut durch Toll-Collect) gravierend in den Sand gesetzt und dem Steuerzahler wird diese Rechnung auch noch ganz frech präsentiert.

IT-Firmen mit solch einem Auftragsvolumen müssen, bevor sie auch nur einen Cent sehen, zuerst einmal ein Pflichtenheft für das Produkt erstellen, so gehört es sich eigentlich. Wo ist dieses Pflichtenheft? So was gehört ja nicht der Bundesregierung beziehungsweise dem zuständigen Minister allein, also ist eine solche Frage schon berechtigt.

Wenn ich jetzt so meine Zweifel äußere, wohin diese Beträge, die jetzt im Spiegel genannt werden, wirklich geflossen sind, dann liegt dass einfach daran, dass ich nicht glaube, dass UNSERE IT-Industrie nur noch mit Versagern gesegnet ist und solch ein Projekt gar nicht mehr stemmen kann. Solche Fragen werden aber in den etablierten Medien nicht mehr gestellt.

Viele Beispiele können bei UNS unter der Autorin Inge Jurk gesucht werden mit den Tags Gesundheit und Gesundheitskarte. Sie hat es sich zur selbstgestellten Aufgabe gemacht, gerade die Gesundheit und ihre Auswüchse der sogenannten Reformen zu beobachten. Wie gerne würden WIR im FIWUS noch besser recherchieren können, aber da sind halt nun mal einfach Grenzen, die wir leider nicht überschreiten können, aber immerhin können wir unbequeme Fragen stellen, welche dann auch in den etablierten Medien aufgenommen werden können.

Gesundheit geht uns ALLE an, denn Gesundheit bedeutet auch Leben, also sind solche Fragen mehr als berechtigt und ich denke, es ist sicher nicht vermessen, von den involvierten Politikern Rechenschaft zu verlangen.