AlterKnacker`s Presseschau Nr.38 – Extra

Diese Extra-Ausgabe ist der sogenannten Zinserhöhung der EZB gewidmet, die in den etablierten Medien natürlich erhebliche Wellen schlägt, aber doch nichts anderes ist als ein Medienstürmchen im Wasserglas.

Als ersten Beitrag weise ich auf die Financial Times hin, welche dieses ‘Ereignis’ wie so oft ganz cool aufnimmt und interpretiert.

Hier in der FTD

Presseechos tönen oft laut und haben dann wie hier nur viel heiße Luft zu verkünden, denn ein Anstieg der Zinsen von 1% auf 1,25% ist in der Finanzwelt genau so interessant, wie wenn in China ein Sack Reis umfällt. Bei den inzwischen mehr als fetten Hilfspaketen für diverse EU-Länder fallen diese ‘Peanuts’ wirklich nicht ins Gewicht und werden diese sogenannte Inflation noch nicht mal marginal streifen. Aber die etablierte Presse verdient an jeder verkauften Zeitung, denn damit können sie in erster Linie ihre Werbung transportieren.

Auch die ZEIT hat was zu sagen

Für mein Leib- und Magenblatt, den SPIEGEL, sieht die ganze Sache schon wesentlich düsterer aus, denn die von einigen EU-Ländern ‘erpresste’ Schuldenkrise kann so richtig zum schimpfen herhalten. Wenn doch nur für Menschen genau so vehement eingetreten würde wie für Finanzen und Wirtschaft.

Hier der SPIEGEL

Natürlich weiß ich selbst, dass ohne Finanzen und Wirtschaft es bei uns heute noch viel schlimmer aussehen würde, aber Fairnesspreise sind auf diesen sogenannten ‘Kriegsgebieten’ schon lange nicht mehr zu erwerben. Kritik zu Beginn eines Beitrags der SUEDDEUTSCHEN und im gleichen Abschnitt lauteste Zustimmung zum Zinsschritt der EZB, ich könnte mich kranklachen, wenn es nicht so banal wäre.

Die SUEDDEUTSCHE

Inflation ist auf die Dauer immer ärgerlich, aber was wir hier in Euroland zur Zeit haben, ist noch nicht einmal als Schnupfen zu diagnostizieren und von Krankheit will ich da schon gar nichts schreiben. Es gibt genug seriöse Experten, auch im NET, fragt die und legt EUCH wieder beruhigt schlafen.