Der ‘Flunsch’ des Herrn Beck

Als ‘Flunsch’ bezeichnet man einen sehr betröppelten Gesichtsausdruck sowie das bewusste verziehen der Mundwinkel nach unten, was bei unserer Kanzlerin schon Dauerausdruck ist (wurde sie vielleicht sogar so geboren?). Bei Herrn Beck könnte dies jetzt auch Dauerausdruck werden.

Dass die SPD es noch einmal geschafft hat, ist nicht diesem Herrn zu verdanken, denn obwohl er Rheinland-Pfalz am längsten regiert, war er nie der Gottkönig von Wählers Gnaden. Seine ‘Zweitnamen’ hatte er sich zum Teil erarbeitet, oder sie wurden ihm von den Medien ‘verliehen’.

Bestimmt war und ist er ein halbwegs ehrlicher Malocher, aber die Partei, die er zum Teil auch verkörpert, könnte auch ein C im Kürzel haben, denn er ist so stockkonservativ, wie ein Pfälzer nur sein kann. Und damit haben die alten SPD-Wähler nun mal kleinere und größere Probleme seit einem gewissen Herrn Basta-Schröder und seine oft zitierte Aussage gegenüber einem Hartz-Geschädigten (ob sie gerecht war oder nicht, sei einfach mal dahingestellt) hat ihm nicht nur Popularität eingebracht. Aber so sind sie einfach inzwischen, die Sozen, die roten Christlichen, kaum noch unterscheidbar von den echten Schwarzen.

Rheinland-Pfalz Kurt Becks schwierigster Wahlsieg

Deutliche Verluste für die rheinland-pfälzische SPD machen dem Ministerpräsidenten zu schaffen. Harte Verhandlungen mit den Grünen stehen jetzt an.

© Marius Becker/dpa

Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck am Sonntag in Mainz nach den ersten Hochrechnungen zur Landtagswahl

Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck am Sonntag in Mainz nach den ersten Hochrechnungen zur Landtagswahl

So hatte Kurt Beck sich das nicht vorgestellt. Seit 16 Jahren ist der 62-Jährige Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz. Für Deutschlands dienstältesten Landeschef gab es bisher viele Attribute: “Landesvater”, “Lokalmatador”, “ein ehrlicher Kümmerer”. Die oppositionelle CDU nannte ihn zuletzt spöttisch-resigniert “König Kurt”, auch weil die Sozialdemokraten in den vergangenen fünf Jahren alleine regierten. Das alles ist Vergangenheit: Beck ist ein Wahlsieger, der wenig zu feiern hat.

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Wenn die CDU nicht ihr japanisches Desaster erlebt hätte, wäre jetzt eine ehemalige Weinkönigin am Ruder und könnte wenigstens in diesem Punkt Herrn Brüderle beerben (ist als Gag gedacht).