1789 – niemals vergessen

Die arabische und muslimische Welt, besonders in Nordafrika macht es uns allen vor, sie jagen ihre Diktatoren zum Teufel. Dass dies nicht ohne Blutvergießen abgeht, liegt nicht an den Protestlern und Demonstranten, es sind die Herrscher selbst, die sich einfach nicht damit abfinden können, dass ihre Zeit vorbei ist und deshalb werden sie zu Mördern. Davonkommen werden sie trotzdem nicht.

Hier in Europa geht es vielleicht zur Zeit etwas gesitteter zu, aber auch hier steigt die Wut der Bevölkerung immer mehr an. Wut muss nicht immer gleichbedeutend mit Gewalt sein. Wir haben hier mehr oder weniger Demokratien, aber wir haben hier auch Geschichte, die niemand so einfach vergessen und übersehen kann. Ich weise nur auf das Stichwort 1789 hin, als sich der Adel in Frankreich und auch sonst in Europa seit langer Zeit sicher fühlte. Wie man sich doch täuschen kann.

Ereignisse wie jetzt in Japan und ganz besonders im Kernkraftwerk Fukushima werden der Anfang einer ganzen Kette von Umwälzungen sein, an die bis jetzt noch nicht viele dachten und denken, aber sie werden kommen, denn die Anfänge sind zum Beispiel in Deutschland für diesen Tag schon gemacht. Die Demonstrationen gestern in großen Städten waren nur ein harmloser Anfang. Und es bleibt auch nicht allein dabei, nur gegen Atomkraft zu demonstrieren. Politisches Umdenken wird zwangsläufig der nächste Schritt sein und Parteien das Ziel der Empörung, denn diese Zirkel der Macht haben mit dem Ursprung dessen, was einmal gemeint war, als diese entwickelt wurden, absolut nichts mehr gemein. Willensbildung zu politischen Themen geht heute ganz andere Wege.

Schon heute werden zwei Wahlen Umwälzungen bringen, welche den Machtapparat in Berlin gehörig durcheinander wirbelt. Aber nicht nur in Berlin allein. Brüssel und Straßburg als Horte des europäischen Gedankens und als Sitze des Europaparlaments sind genau so involviert und werden da nicht ungeschoren davon kommen. Auch wenn nicht alles umfassend sofort und gleich passiert, so werden die Veränderungen schlussendlich umso nachhaltiger sein, denn es geht auch um viel Geld dabei, dass den hart arbeitenden Bürgern aus Europa regelrecht gestohlen wird.

Ich selbst bin ein Befürworter der europäischen Einheitswährung €uro, aber wie so viele andere Menschen kann ich nicht akzeptieren, dass nur wirklich Wenige davon saumäßig gut profitieren. Und es geht auch nicht dabei um irgend eine Ideologie, davon hatten wir in den letzten 60 Jahren mehr als genug, es geht ganz schlicht und einfach um Gerechtigkeit und Menschenwürde, denn die werden mit zunehmendem Maße mit Füssen getreten, weil die Regierenden eigentlich nur noch in abgehobenen Sphären schweben und die Lumpenelite dem ‘gemeinen’ Bürger wie Graf Dracula das Blut aussaugt. Aber WIR alle können auch zurück beißen, auch wenn uns Blut nicht besonders schmeckt. Ist halt dann reine Notwehr.