Gut gemeint vs. gut gemacht

Angela Merkel entdeckt die Ethik für die Politik. Eine Kommission, welche eine Atom-Ethik untersuchen soll, bringt plötzlich ganz neue Aspekte in diese Debatte, die eigentlich eher von Macht-und Geld bestimmt ist. Das Gefühl, dass hier eher Nebelkerzen geworfen werden, um im Endeffekt doch nur wieder die wahren Absichten zu verbergen, bekomme ich dabei einfach nicht aus dem Bauch. Fünf Tage vor zwei entscheidenden Wahlen wirken diese Entwicklungen wie der letzte Schnaufer vor dem Absaufen der Titanic.

Atom-Debatte Merkel übergibt Atomdebatte an zwei Kommissionen

Die Regierung lässt Risiko und Zukunft der Atomkraft durch zwei Expertengruppen bewerten. Eine soll die technischen Aspekte klären, eine die gesellschaftlichen.

© Thomas Niedermueller/Getty Images

Dampf steigt über den Kühltürmen des Atomkraftwerks in Philippsburg auf

Dampf steigt über den Kühltürmen des Atomkraftwerks in Philippsburg auf

Die Bundesregierung will sich in ihrer Entscheidung über die Zukunft der Atomkraft von zwei Kommissionen beraten lassen. Das sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach dem zweiten Atom-Gipfel im Bundeskanzleramt, an dem alle Minister der Länder mit AKW-Standorten sowie der Bundesumwelt- und der Wirtschaftsminister teilnahmen.

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Die Wende der Kanzlerin nach dem Desaster in Fukushima war schon mehr als überraschend, diese jetzige Aktion setzt dem ganzen dann wahrscheinlich die Krone auf.

Regierung richtet Ethikkommission zu Atomfragen ein

Dienstag, 22. März, 15:55 Uhr

AFP

Wenige Monate nach den von ihr durchgesetzten Laufzeitverlängerungen für Atomkraftwerke hat die Bundesregierung mit der Arbeit an einem neuen Energiekonsens begonnen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) teilte mit, vor dem Hintergrund der Atomkatastrophe in Japan solle eine Ethikkommission Risiken der Atomkraftnutzung grundlegend neu bewerten. Opposition und Verbände forderten erneut einen raschen Atomausstieg. Diesen Artikel weiter lesen

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Die Ethikkommission solle von Ex-Umweltminister Klaus Töpfer sowie dem Präsidenten der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Matthias Kleiner, geleitet werden, sagte Merkel nach einem zweiten Atomgipfel in Berlin mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer, in denen Atomkraftwerke betrieben werden. Dem Gremium sollen zudem rund ein Dutzend Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Religion, Politik und Gesellschaft angehören, darunter der Soziologe und Risikoforscher Ulrich Beck, der Münchner Kardinal Reinhard Marx und der Chef der Industriegewerkschaft IGBCE, Michael Vassiliadis.

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Politik, Atom und Ethik, ich könnte mich ausschütten vor Lachen, wenn es mir nicht schon jetzt im Halse stecken geblieben ist. Wie ich schon in einem anderen Beitrag anmerkte: WIR alle, die es zugelassen haben, dass mit dem Element Atom hantiert wird, sind schuldig.

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AlterKnacker

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Ein Mensch, der denkt und schreibt. Nicht immer lustig, aber das Leben ist ja auch kein Beliebtheitswettbewerb.

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