Ägypten: EU – Außenbeauftragte im Dornröschenschlaf

EU – Außenbeauftrage Ashton erhält Spitznamen: Baronesse Slowhand

Medien und Politik trommeln sich auf die überaus ruhige Ashton ein. Der GRÜNE EU-Abgeordnete Bütikofer spricht von “Dilletantismus”, Elmar Brok von der EU – CDU sieht keinen Fortschritt. Westerwelles Forderung nach Einleitung der Demokratie im Land der Pharaonen wirkt farblos und matt. In der EU fehlt ein forscher Joschka Fischer, doch der putzte vor geraumer Zeit seine Festplatte und lief zum kapitalen Gegenlager über.

Amerikas Administration erwartet einen Wechsel von Mubarak. Doch der ist für viele Ägypter unzweifelhaft überflüssig. Washington D.C. macht eine unglückliche und vor allem unglaubwürdige Figur mit dem Ruf nach Änderungen unter dem Deckmantel der Demokratie. Über Jahre hinweg stützen die USA ein Machtregime. Milliarden Dollars an Militärunterstüzung flossen in Richtung Kairo. Obama`s Vorgänger profitierten von dem Regime an den Grenzen zu Israel. Nun soll alles anders werden. Allein der Glaube mag fehlen.

Ägypten ist nur eines der Länder am Mittelmeer in denen der Widerstand aufflammt. Soziale Mißstände im Duett mit Diktaturen werden höchst brisante Situation in den nordafrikanischen Staaten aufwerfen. Verwerfungen haben ihre eigenen Gesetzmäßigkeiten. Inwieweit der Islam erneut den nordafrikanischen Kontinent beeinflußen wird, ist derzeit kaum abzusehen. Ein kluger Schachzug der Anhänger des islamischen Glaubens mit angezogener Handbremse in Ägypten gegen Mubarak offen Stellung zu beziehen.

Hinsichtlich der Unruhen mit sozialen Komponenten können die Vorgänge im Mittelmeerraum durchaus als vorauseilende Schatten gen Europa gesehen werden. Noch gelingt es den EU Regierungen ihre zunehmend gechassten Bürger zu beschwichtigen. Lange halten die politischen Placebos nicht vor. Rauhe Stürme zeigen sich am Horizont. Die nahe Zukunft weist auf Sturm.

Tretet uns so lange auf die Füße bis wir zurücktreten.
Hoffentlich könnt ihr dann auch schnell genug laufen.