Gastbeitrag: Für alle, die exakte Zahlen mögen

Analyse: Die tatsächlichen (!) Arbeitsmarktzahlen Januar 2011

Dienstag, 01. Februar 2011-13:55 -|- Eingestellt von: Julie |

BfALiebe Leser,

hier nun wieder die regelmäßige Analyse von Sybilla. Die Version der Bundesagentur gibt es als separaten Beitrag.

Deutschland: Arbeitsmarkt Januar 2011:

Völlig unerwartet (Aufschwung XXXL) steigt die Zahl der erfassten Arbeitslosigkeit im Januar 2011 deutlich an.

Die Fakten:

Unterbeschäftigung: (4.320.333 ) Personen Unterbeschäftigungsquote 10,1 %

Leistungsempfänger:

Im Januar 2005 waren 7.676.457 Personen im Leistungsbezug (ALG I, ALG II, Sozialgeld)

Im Januar 2011 waren 7.579.690 Personen im Leistungsbezug ALG I, ALG II, Sozialgeld)

Schon im September 2010 bezogen mit 1,40 Mio 29 Prozent der erwerbsfähigen Leistungsbezieher in der Grundsicherung (Hartz IV – ALG II) Einkommen aus Erwerbstätigkeit

Der Erfolg von Hartz IV in 6 Jahren ist das die Zahl der Personen im Leistungsbezug (ALG I, ALG II, Sozialgeld) um ca. 100.000 – 1,3 % (96.767) Personen gesunken ist.

Der Jubel der letzten Monate war augenscheinlich nicht berechtigt.

„Ein Arbeitsloser ist solange an seiner Arbeitslosigkeit selbst schuld, bis er das Gegenteil beweisen kann“

Aufschwung xxxl: Binnenkonsum – Deutschland verliert an Kaufkraft

ILO Vergleichsstudie: Vergleichsstudie Löhne in Deutschland sinken weiter

Global Wage Report 2010: Kurzfassung auf Deutsch (PDF, 578 kB)

Neben den moderaten Tarifabschlüssen der vergangenen Jahre sind die Ausweitung des Niedriglohn-Sektors und die Zunahme von atypischen Beschäftigungsformen, wie Zeitarbeit und 400-Euro-Jobs, wesentliche Gründe für das schlechte Abschneiden Deutschlands…

ILO – International Labour Office (2010): Global Wage Report 2010/11: Wage Policies in Times of Crisis, Geneva.

Sozialexperten warnen vor drastisch steigender Altersarmut

Kinderarmut in Deutschland besorgniserregend

Das Ziel der Vollbeschäftigung also dem ureigenen Bedürfnis eines Menschen, das ein Erwerbstätiger von seiner Hände Arbeit auch eine selbstbestimmte Existenz für sich und seine Familie (ohne ergänzende Hartz IV Leistungen) gestalten möchte/können muss, bleibt auch im deutschen Arbeitsmarkt ein unerfülltes Ziel, das Ziel wurde von der Politik und teilen der Gesellschaft augenscheinlich aufgegeben.

Das Ziel der Arbeitsmarktreform der Politik und teilen der Gesellschaft ist das jeder Arbeitslose irgendwie in Ein Euro Job; Bürgerarbeit; Maßnahmen oder Minijobs beschäftigt wird.

Im September 2010 bezogen mit 1,40 Mio 29 Prozent der erwerbsfähigen Leistungsbezieher in der Grundsicherung Einkommen aus Erwerbstätigkeit (BA Bericht Januar 2011 Seite 22)

Der deutsche Arbeitsmarkt ist nicht, wie die Medien gleich klingend berichten (müssen) eine Insel der Glückseligen in einem Meer der steigenden oder hohen Arbeitslosigkeit in Europa und den USA?

In der Regel verlautbart der BA unter großem euphorischem Jubel der öffentlich rechtlichen Staatsmedien und vieler Print-Medien, dass die statistisch erfasste Zahl der Arbeitslosen gesunken ist. Nur im Januar 2011 lesen wir das Winterwetter macht den Arbeitsmarkt zu schaffen. Auf mich wirkt diese Szenerie nahezu hysterisch. Der Plan ist zwar wie von der Politik gewünscht im Sinne der veröffentlichten Zahlen übererfüllt.

Aber viele vermuten ( siehe Kommentare der Online Artikel) das die Zahlen zur Erwerbstätigkeit und zur Arbeitslosigkeit in den BA Berichten verkürzt wiedergegeben und von der Politik und den Medien einseitig tendenziös interpretiert werden.

Ich vermute gar, die Statistik des Arbeitsmarktes gleicht einen Potemkinsches Dorf, sie wird durch das Herausrechnen vieler Arbeitsloser (Ein Euro Jobber; Bürgerarbeiter, 0 Euro Praktikanten…) fein herausgeputzt, um den tatsächlichen, verheerenden Zustand des Arbeitsmarktes zu verbergen. Oberflächlich wirkt die Statistik durch die Zahl der Unterbeschäftigten ausgearbeitet und beeindruckend, es fehlt ihr aber an Substanz.

So wird reißerisch und triumphal ein Beschäftigungsrekord verlautbart aber gleichzeitig werden die Beiträge für die GKV auf 15,5 % + Zusatzbeiträge diverser Krankenkassen angehoben. Wenn es tatsächlich einen Beschäftigungsrekord der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnisse geben würde, dann dürften die Beiträge zur GKV nicht steigen sondern sinken.

Wem hilft ein Beschäftigungsrekord der mit 0 € Praktika, 1 € Jobs, Bürgerarbeit, Beschäftigung- und Übfirmen sowie einen Heer von 400 € Jobber erreicht wurde. ?

Die Kommunen und der Bund verzeichnen 2010 Rekordschulden und trotz Aufschwung XXXL leere Kassen.

Der Erfolg am Arbeitsmarkt gründet in den Niedriglohnsektor der Zeit und Leiharbeit (Erpressung am Arbeitsplatz – Wie Leiharbeiter ausgenutzt werden) den Ein Euro Jobs (Städte missbrauchen Ein-Euro-Jobs) und in der so genannten Bürgerarbeit diese Art der Beschäftigung ist und bleibt meines Erachtens Blendwerk und Menschenunwürdig.

Wem, außer der Politik der BA Zahlenstatistik oder den chronisch klammen Kommunen, ist diese Art der Beschäftigung hilfreich? Den/Der Arbeitslosen? Den/Der Steuerzahler/in ? George Fitzhugh publizierte um 1854 ein Buch, in dem er sagte: „Einige Menschen sind mit einem Sattel auf dem Rücken geboren, und andere sind gestiefelt und gespornt, um diese zu reiten. Und es tut ihnen gut!“

Ist das der ideologische Grundgedanke der Ein Euro Jobs und der so genannten „Bürgerarbeit“ Wem nützt eine kreative Arbeitslosenstatistik, wenn diese nur aufgrund von Schätzungen, Hochrechnungen der BA und der statistischen Zählwiese eine Zahl der Arbeitslosen um 3 Millionen Personen ermittelt? Wie hoch wäre die Zahl der Arbeitslosen im Januar 2011 wenn diese mit den Grundlagen von 1992 gezählt würden?

Fragen über Fragen, der BA Bericht bleibt viele Antworten schuldig.

Die Zahlen

BA Bericht Januar 2011 Seite 50 die offizielle Zahl der registrierten Arbeitslosen wird im Januar 2011 von der BA mit 3.347.018 Personen berechnet. Zusätzlich waren nach vorläufigen Schätzungen der BA im Januar 2011 1.321.287 Personen in arbeitsmarktpolitische Instrumente beschäftigt BA Bericht Januar 2011 Seite 50 (Erfahrungsgemäß steigt diese Zahl in den folgenden BA Monatsberichte noch erheblich an). (BA – Bericht Januar 2011 Seite 82 Fußnote 3)

Es ist von einer Untererfassung auszugehen, so haben bundesweit für 2010 [Januar bis September, Datenstand Dezember 2010 – endgültige Werte] nur ca. 69 % der Träger Daten zum Einsatz der komm. Eingliederungsleistungen (flankierende Leistungen) erfasst.) Zuletzt wurde die Erfassung mit 76 % angegeben.

Die Zahl der Personen in Arbeitsgelegenheiten (Ein Euro Jobs) wird im BA – Bericht Januar 2011 Seite 82) mit 224.252 Personen berechnet.

Es ist zu beachten, dass eine nennenswerte Zahl der Arbeitslosen im Rechtskreis SGB II keine Leistungen aus der Grundsicherung bezieht und deshalb die Zahl der Arbeitslosen im Rechtskreis SGB II größer ist als die Zahl der arbeitslosen erwerbsfähigen Hilfebedürftigen (um 4 Prozent). …. (BA Bericht Januar 2011 Seite 22  Fußnote 21)

Außer den Leistungsempfängern gab es im September noch 378.000 Arbeitslose, die im Berichtsmonat keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung bezogen. (BA Bericht Januar 2011 Seite 19 )

6) Erwerbsfähige Hilfebedürftige, die nach Vollendung des 58. Lebensjahres mindestens für die Dauer von zwölf Monaten Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende bezogen haben, ohne dass ihnen eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung angeboten worden ist, gelten nach Ablauf dieses Zeitraums für die Dauer des jeweiligen Leistungsbezugs nicht als arbeitslos.

(BA – Bericht Januar 2011 Seite 66 Fußnote 6)

ARBEITSLOSE + Personen in Maßnahmen (vorläufige Berechnung/Schätzung der BA)

 

Januar == 4.668.305

 

Sind diese Zahlen wirklich ein Grund für euphorischen Jubel ?

Fußnoten zur Untererfassung BA Bericht Januar 2011 Seite 82

1) Die Hochrechnung am aktuellen Rand ist derzeit aufgrund fehlender Erfahrungswerte oder technisch nicht realisierbar, darum ist der Vergleich mit Vorjahresergebnissen nur eingeschränkt möglich.

2) Die Einmalleistungen umfassen: Vermittlungsgutschein, Förderungen aus dem Vermittlungsbudget, Sachmittel für Selbständige, sowie Einmalleistungen zu den sonstigen weiteren Leistungen nach § 16 (2) S. 1 SGB II und zur Freien Förderung nach § 16f SGB II

3) Es ist von einer Untererfassung auszugehen, so haben bundesweit für 2010 [Januar bis September, Datenstand Dezember 2010 – endgültige Werte] nur ca. 69 % der Träger Daten zum Einsatz der komm. Eingliederungsleistungen (flankierende Leistungen) erfasst.

4) Als Datengrundlage dienen Zahldaten, die grundsätzlich je Kalendermonat im Nachhinein erfasst werden. Zugänge des aktuellen Berichtsmonats sind somit nur bis zum Ende des Vormonats verfügbar.

5) Aus datenschutzrechtlichen bzw. technischen Gründen werden derzeit nicht alle Teilnahmen erfasst. Bis auf weiteres ist von einer Untererfassung der Teilnahmen auszugehen.

7) Auf Grund der Trägergebietsreform in Sachsen und Sachsen-Anhalt zum 1. Januar 2011 ergeben sich Untererfassungen bei einzelnen Jobcentern in kommunaler Trägerschaft.

8] Die individuelle Förderung der Teilnehmer mit Beginn ab 01.01.2009 erfolgt auf Grundlage des zum 01.01.2009 eingeführten § 46 SGB III.

9) Ab Januar 2009 werden revidierte Werte auf Basis von Abrechnungslisten berichtet, bis Dezember 2008 erfolgt die Ermittlung der Werte auf Basis von Betriebsmeldungen.

Laut BA Bericht Januar 2011 Seite 50 verharrt die so genannte Unterbeschäftigung ohne Kurzarbeit trotz der Euphorie der letzten Monate bei weit über 4 Millionen (4.320.333 ) Personen Unterbeschäftigungsquote 10,1 %

Auch die BA Zahl der Unterbeschäftigung bildet nicht die tatsächliche sondern eine von der BA definierte Unterbeschäftigung ab.

Leistungsempfänger 3):

ALG I 1.058.411

ALG II 4.755.108

Sozialgeld 1.766.171

(ohne Sozialhilfe SGB XII ca. 1.200.000 Personen – 2008 – Statis – Pressemitteilung Nr.488 vom 15.12.2009)

BA Bericht Januar 2011 Seite 50 3) Endgültige Werte stehen erst nach einer Wartezeit fest. Am aktuellen Rand können die Daten aufgrund von Erfahrungswerten überwiegend hoch gerechnet werden.

Die Zahl der Leistungsempfänger (ALG I, ALG II, Sozialgeld) errechnet sich mitten im „Arbeitsmarktwunder“ weiterhin auf hohem Niveau.

Die Statistik der BA weist für Januar 2011 7.579.690 Personen im Leistungsbezug von Arbeitslosengeld I; Arbeitslosengeld II und Sozialgeld aus.

(Im Januar 2005 gab es mit 7.676.457 Personen im Leistungsbezug von Arbeitslosengeld I; Arbeitslosengeld II und Sozialgeld. Die Zahl der Leistungsbezieher ist somit innerhalb von 6 Jahren und trotz den Aufschwungjahren 2008 und 2010 nur um rund 100.000 Personen gesunken.)

5. Statistische Hinweise zur Arbeitsmarktpolitik – Entlastung durch Arbeitsmarktpolitik und Unterbeschäftigung – BA Bericht Januar 2011 Seite 45 – 47

Folgende arbeitsmarktpolitische Instrumente werden aktuell in die Entlastungsrechnung der BA einbezogen:

  • Vollzeitäquivalent der Kurzarbeit: Zahl der Kurzarbeiter mal durchschnittlichem Arbeitszeitausfall,
  • Maßnahmen des zweiten Arbeitsmarktes: Arbeitsgelegenheiten, ABM, Beschäftigungszuschuss
  • berufliche Weiterbildung (einschl. Reha), Eignungsfeststellungs- und Trainingsmaßnahmen (einschl. Reha; Restabwick-lung), Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung
  • Vorruhestandsähnliche Regelungen: Inanspruchnahme des § 428 SGB III im Rechtskreis SGB III (Restabwicklung), Personen in geförderter Altersteilzeit, Regelung des § 53 a Abs. 2 SGB II
  • Förderung der Selbständigkeit: Gründungszuschuss, Einstiegsgeld Variante Selbständigkeit und Existenzgründungszuschuss (Ich-AG; Restabwicklung).

Außerdem werden Personen, die arbeitsunfähig sind und Arbeitslosengeld auf Basis des § 126 SGB III beziehen, zur Unterbeschäftigung gezählt.

Fazit der Zahlen

Der Vergleich der Leistungsempfänger Personen(ALG; ALHI) von Dezember 2004 (Im BA Bericht Dezember 2004 wird die Zahl der Leistungsempfänger auf Seite 24 mit 4.321.000 Personen beziffert) mit den Leistungsempfängern rund 7,6 Millionen Personen (ALGI, ALGII, Sozialgeld) Januar 2011 ergibt einen stolzen Anstieg von rund 75 % nebenbei erhalten rund 1.200.000 Personen Sozialhilfe (2008) in der immer noch bestehenden Sozialhilfe (SGB XII) Pressemitteilung Nr.488 vom 15.12.2009 Sozialhilfe 2008: 1,2 Millionen Menschen erhielten besondere Leistungen.

So ist nicht nachvollziehbar transparent dargestellt, das neben der Gruppe der Maßnahmen Teilnehmer in der Regel auch die Gruppe der unter 25 jährigen und über 58 jährigen die Kranken und Arbeitslose die extern betreut werden aus der Statistik der Arbeitslosen verschwunden sind obwohl auch diese Personen arbeitslos sind.

Zahl der Erwerbstätigen

Als Erwerbstätigkeit zählt: Tätigkeit (Mini-Job) einem Ein-Euro-Job nachgehen und Personen in Mutterschutz oder Elternzeit….!!!

Zitat:

Erwerbstätige – Definition der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO)

Und selbstverständlich wird die die Zahl der Erwerbstätigen ebenso wie die Zahl der Arbeitslosen nicht durch genaues zählen sondern durch Hochrechnungen und Schätzungen ermittelt.

Die Erwerbstätigenzahlen der Erwerbstätigenrechnung stützen sich auf eine Vielzahl von statistischen Quellen, um möglichst alle verfügbaren Datenquellen in die Schätzung einfließen zu lassen.

Die manipulative Propaganda-Aussage das die Erwerbstätigkeit und die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung auf immer neue Höchststände steigt, können Sie guten Gewissens der Pipi Langstrumpf Welt der Märchen und Mythen zuordnen.

Die Krux ist, das jede/r das scheitern von Hartz IV erkennen kann, ohne das er/sie nur einen Blick auf Statistiken benötigt. Alleine die finanziellen Mehrausgaben der Kommunen und des Bundes seit 2005 sind der Beweis dass, das angestrebte Ziel der Entlastung der Sozialhaushalte nicht nur nicht erreicht wurde sondern das die Sozialhaushalte der Kommunen mit der Einführung von Hartz IV sprichwörtlich – wie die Zahl der Personen in Armut/Armutsgefährdung – explodiert sind.

In einen Satz die Gemeinschaft der Steuerzahler zahlt in Hartz IV mehr ein aber viele ALG II Leistungsempfänger erhalten weniger. (als 2004)

Das Geld versickert in Arbeitsmarkt-Maßnahmen (Bürgerarbeit/Ein Euro Job/ …) und ergänzenden ALG II/ Hartz IV Zahlungen 1,4 Millionen Personen (Minijobber, Leih und Zeitarbeit, prekäre Beschäftigung…)

weitere Hintergrundinfos

Zunahme von Niedriglöhnen – Experten warnen vor Folgen für das Sozialsystem

Statistisches Bundesamt – Pressemitteilung Nr.505 vom 22.12.2009 – Deutliches Defizit der Kommunen im ersten bis dritten Quartal 2009

Es handelt sich abermals um ein Paradoxon einerseits spricht der Staatsjournalismus vom „Jobwunder“ immerhin ist die Zahl der Arbeitslosen von rund 5 Millionen 2005 auf rund 3 Millionen 2010 gesungen anderseits Seit der Einführung von Hartz IV sind die Unterkunftskosten deutlich angestiegen: von 8,7 Milliarden Euro im Jahr 2005 auf voraussichtlich elf Milliarden Euro in diesem Jahr.

Das Geschäft mit der Armut und den Armen

Ein Euro Jobs oder Bürgerarbeit oder Pflegehelfer das Geschäft mit der Armut der Armen blüht wie selten zuvor.Mittlerweile tauchen in den Medien immer mehr Beispiele dubioser Sozialfirmen auf, zumeist gemeinnützige GmbHs. Für die Anbieter eröffnen sich viele Chancen, besonders lukrative Strukturen aufzubauen.

Dienstmaserati und Traumrendite – Vom neuen Profitstreben in der Sozialarbeit

Manuskript zur Sendung als PDF-Dokument

Audio – Podcast

Zitat:

Die GmbH erlaubt viele Möglichkeiten Gewinne herauszuziehen – trotz Gemeinnützigkeit. Für Stefan Thyroke, Berliner ver.di-Betreuungssekretär für die Branche, ist der Bereich der freien Träger ein “Sumpfgebiet”, in dem Fälle von Filz und Korruption fast alltäglich seien.

Vielleicht hat Harald Ehlert den Fehler gemacht, sich als Propagandatrommler einer Entwicklung zu positionieren, die in einer seltsamen Unübersichtlichkeit abläuft. Staat, Wohlfahrtsverbände und gemeinnützige Gmbhs kooperieren diskret.

Die aktuelle Forderung von Frau Merkel “Pflege statt Hartz IV” ist ein weiteres Mosaiksteinschen, einer Gedanken-Welt in der Kinder von Hartz IV Familien mit (Bildungs)Chipkarten und Pflegebedürftige mit Hartz IV Leistungsempfänger versorgt werden sollen.

Bei objektiver Betrachtung scheinen die neoliberalen Wahnideen der Obrigkeit anhand der Leistung/Nutzen Rechnung des Humankapitals ( der Bürger) immer deutlicher durch.

Umstellung der Statistik der gemeldeten Arbeitsstellen

Quelle der Daten: Neue Internetadresse

Statistik der Bundesagentur für Arbeit

Quelle der Daten BA Bericht Januar 2011

Erstellt von Sybilla am 01.02.11

Jeder darf diesen Bericht unter Hinweis auf die Autorin frei verwenden

Quelle