Deutschland und die Hartz-Gesetze

Sechs Jahre Hartz und keine Ende in Sicht, ist ja auch von der Politik so nicht gewollt.

Durch diese Gesetzesmaschine sind sie in der Lage, zumindest eine ganze Generation am Zaumzeug zu halten und zu gängeln. Die etablierten Parteien brauchen diese Gesetze, um ihr öffentliches Profil zu stärken und die Linke braucht es, weil sie inzwischen außer einer dämlichen Kommunismus-Debatte keinerlei Alternativen zur Politik des Machbaren hat. Arbeitslosigkeit wird zementiert, um dem sogenannten Mittelstand seine Daseinsberechtigung aufzuzeigen.

Je länger und mehr die Politik in den Medien zu diesem Thema zugange ist, umso weniger werden andere Sauereien auf die Tagesordnung kommen und die Zeit des ‚Wutbürgers‘ wird diesen immer mehr besänftigen und beruhigen. Wir haben ja das Hartz-Thema, ansonsten herrscht doch Ruhe im Land.

Arbeitsmarkt Alle raus da!

Mehr Geld ist gut, mehr Hilfe zur Wiederbeschäftigung wäre nötig.

© Wolfgang Kumm dpa/lbn

Arbeitsministerin Ursula von der Leyen

Arbeitsministerin Ursula von der Leyen

Fünf oder 35 Euro mehr im Monat – für einen Hartz-IV-Empfänger macht das einen großen Unterschied. Insofern geht es schon um etwas beim Tauziehen um Hartz IV. Bundesregierung und Opposition streiten im Vermittlungsverfahren zwischen Bundestag und Bundesrat über die Hilfe für Arbeitslose. Die Verhandlungen stocken. Die SPD warnt sogar, vor einem Scheitern. Wann die eigentlich schon zum 1. Januar fällige Neuregelung der Hartz-IV-Sätze kommt, ist derzeit nicht absehbar. Das ist bitter für die Betroffenen – auch wenn all die Dinge, über die jetzt so heftig gestritten wird, an der grundlegenden Misere der Langzeitarbeitslosigkeit nur wenig ändern können.

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Auch wenn dieser Artikel bestimmt gut gemeint ist, so ist er doch nur vergebene Liebesmüh, denn die Handelnden haben in dieser Beziehung die Ohren auf Durchzug gestellt. Sechs Jahre waren jetzt Zeit, dieses Problem in den Griff zu bekommen, doch inzwischen hat sich das Monstrum, wie die Gesundheitsreform, verselbstständigt und agiert nur noch autark.

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AlterKnacker

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Ein Mensch, der denkt und schreibt. Nicht immer lustig, aber das Leben ist ja auch kein Beliebtheitswettbewerb.

2 Kommentare

  1. Kalle Bunker

    Hartz IV ist ein überteuertes Verwaltungsprogramm zur Steuerung der Menschen. Zudem einer der fragwürdigsten Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen für Beamte, Öffentlich Angestellte, der privaten Vermittlungswirtschaft und darüber hinaus

    Persönlich ärgert mich die Unverfrorenheit seitens der bundesdeutschen Politik. Schwarz-Gelb und Rot-Grün Bundesregierungskoalitionen nahmen seit Einführung von Hartz IV im Jahre 2005 viele Menschen quasi nicht nur in Sippenhaft. Nein, die Wahlfänger gehen skrupellos an das Eigentum der Betroffen ran, sei es Grund- und Boden oder Bares inklusive Kapitalrücklagen für das Rentenalter. Nicht alle finanziellen Rücklagen sind vor den Staatsschergen geschützt. Warum? Weil beim Abschluß von Kapitalabsicherungen die damals teils noch arbeitenden Menschen keineswegs mit dem heutigen Raubrittertum von Politik und Wirtschaft gerechnet haben. Keineswegs damit rechnen konnten. Noch schlimmer zeigt sich der Obrigkeitsvandalismus beim Strangulieren der menschlichen Lebensqualität. Dazu gehören die soziokulturelle Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, eine qualitativ hochwerte Gesundheitsversorgung ohne Drei-Klassen-Medizin, ein menschenwürdiges Leben im Alter und der Schutz vor Ausbeutung durch die Privatwirschaft. Letztere konnten im Laufe der Jahrzehnte die Politik von ihren finanziellen Einflüssen regelrecht abhängig machen.

    Stattdessen stellt sich die Politik vor den Bürgern in Pose und lamentiert vor jeder Wahl die ewige Leier von der Notwendigkeit der Wachstumsspirale nach oben. Je weiter der Wachstums-Irrsinn vorangetrieben wird, desto geringer fällt die allgemeine Lebensqualität ab. Am Ende wird es nur eine kleine Schicht von Nutznießern der Wertschöpfung in diesem noch existierenden Staat Deutschland geben.

    Doch was will der Kleine Mann von der Straße?

    Endloses Wachstum mit vorgetäuschtem Wohlstand für alle gibt es nicht auf Dauer. Hat es nie gegeben und wird es nie geben. Oder geht es das auch anders? Ja, sicher geht das! Geht nicht, ist Feigheit!Die Verteilung der Wertschöpfung auf die gesamte Bevölkerung bringt natürlich Einschnitte für die gut Betuchten mit sich. Das bedeutet jedoch nicht, dass die ärmeren Menschen ab dann im Luxus schwelgen. Allerdings ließe sich so die allgemeine Lebensqualität halten bzw. ein wenig verbessern. So haben alle etwas davon. Kommt mir jetzt bloß nicht mit der Kommunismus – Debatte! Der Kommunismus war und ist in einigen Bereichen fast noch übler bei der Umweltschädigung zu Werke gegangen, als der sogenannte Kapitalismus. Zu guter letzt zerstören beide System unseren derzeit einzigen Lebensraum, die Erde, auf extrem nachhaltige Weise.

    Andere Parteien wählen? Ach watt! Diese gloreiche Ausrede benutzen wir Wähler seit Urzeiten und sitzen dann doch wieder wie die Deppen vor der Fleischwurst hinter dem einbruchsicheren Intershop für VIP`s (Very Important Persons oder im Volksmund „Sehr gewichtige Bonzen mit pathologischer Lebensweise auf Kosten der Allgemeinheit. Kurzform: Gesellschaftsschmarotzer). Wer lässt sich noch jeden Mist von Vertretern andrehen? Aber von der Politik lassen wir uns einseifen und besoffen reden. Wie wie wäre es mit einem Parteien-Flashmob? Geht in die Parteien und wählt die Geldsäcke ab! Geht nicht? Quatsch mit Soße! Ran an die Bulletten. Die nächsten Wahlen kommen.

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