Schluß mit billigen Lebensmitteln

Bundesstatistikamt vermeldet für Dezember 2010: Brot- und Getreideerzeugnisse um 3,6 Prozent billiger. Nur Discounter sehen das irgendwie anders, das mit den 3,6 Prozent.

Im Herbst 2010 kam der Preisschock! Mein Discounter verteuerte das 1250 Gramm Brot um satte + 14,5 Prozent. Ebenfalls betroffen das stärker gebrannte 1000 Gramm Krustenbrot: + 10 Prozent Preisaufschlag. Überhaupt stieg so mancher Preis für Broterzeugnisse exorbitant nach oben. Ja, das Bundesstatistikamt und mein Discounter liegen damit deutlich auseinander. Eine weitere Brotaufschlagsrunde geht erneut an meinen Discounter. Am vergangenen Samstag glich mein Roggenvollkornbrot mit Sonnenblumenkernen noch einem länglichen Rechteck und kostete pro 500 Gramm Packung 48 Cent. Heute liegt der Preis bei 55 Cent pro Packung = +12 Prozent Aufschlag, die Form wurde auf ein nahezu rechteckiges Produkt zurück gestutzt. Das rechteckige Roggenvollkornbrot im 500 Gramm Pack kostete letzte Woche 45 Cent. Auch diese Sorte verschwand aus dem Regal samt Preisauszeichnungsschilder. Heute liegt der Preis bei 49 Cent pro Packung = + 8 Prozent Aufschlag. Damit geht auch diese Runde an meinen Discounter.

Obst- und Gemüse liegen auf recht hohem Preisniveau. Davon nehmen sich die Kartoffeln keineswegs aus.  Nach dem Bezahlen an der Kasse trottete ich wieder in Richtung Behausung.  Während dem Spaziergang an frischer Luft und blauem Himmel fragte ich mich:

Wie sollen Menschen mit geringem Einkommen sowie reiner Existenzsicherung bei den aktuellen und kommenden Preissteigerungen allein auf dem Lebensmittelsektor überleben ohne ihre Gesundheit zu schmälern? Mit billigen Lebensmitteln und hohem Fettanteil? Angesichts der Schacherei zwischen Bundestagsopposition und Regierungskoalition um die Höhe der Regelsätze für Hartzer plus Aufstocker und Sozis inklusive Rentner kommt mir die gepanschte Billig-Linsensuppe von gestern wieder hoch.

Guten Appetit!

Quelle und weitere Infos:
Die Zeiten der billigen Lebensmittel sind vorbei – 20. Januar 2011 tagesschau.de