Jubel, Trubel, Heiterkeit, nur nicht bei allen

Löhne im Sommer real um 1,3 Prozent gestiegen

(AFP) – Vor 2 Stunden

Wiesbaden — Der Wirtschaftsboom in Deutschland macht sich langsam im Geldbeutel der Beschäftigten bemerkbar (so langsam, dass ich mir gar nicht ausmalen mag, was die Lumpenelite in dieser Zeit verdient hat): Die Löhne stiegen von Juli bis September im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Die Verbraucherpreise stiegen im dritten Quartal um 1,2 Prozent, so dass die Beschäftigten real 1,3 Prozent mehr in der Tasche hatten.

Die Lohnentwicklung fiel in den verschiedenen Branchen recht unterschiedlich aus. Im verarbeitenden Gewerbe etwa stiegen die Löhne nominal (hier möchte ich mich auf meinen vorherigen Beitrag und das Stichwort Statistik beziehen) um kräftige 4,6 Prozent. Das sei vor allem auf den Rückgang der Kurzarbeit zurückzuführen, erklärte das Statistische Bundesamt. Beschäftigte von Banken und Versicherungen bekamen demnach 3,8 Prozent mehr Gehalt. In der öffentlichen Verwaltung dagegen stiegen die Löhne nur um 0,2 Prozent – ein Zuwachs, der den Anstieg der Verbraucherpreise nicht ausgleichen konnte. (zu diesem ‘Phänomen’ möchte ich keine Bemerkung machen)

In vielen Branchen stehen in diesem Jahr Tarifverhandlungen an. Gewerkschaften (die für 2010 schon einen ‘heißen’ Herbst versprochen hatten) und auch Vertreter der Bundesregierung haben sich angesichts des anhaltenden Wirtschaftsbooms für ein deutliches Lohnplus ausgesprochen. Bei den ersten Tarifverhandlungen nach der Krise in der Stahlbranche war das Plus mit 3,6 Prozent bereits relativ deutlich ausgefallen. (das Plus der Bonzen wird hier wohlweißlich verschwiegen) 

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