Einfallslos in der Routine

Zu diesem Fazit kommt Telepolis zur politischen Bewertung der Deutschen Politik. Den jeweiligen Parteivorsitzenden fällt nichts besseres ein, als ihre jeweiligen ‘Erfolge’ hervor zu heben, ob diese Aussagen jetzt wirklich stimmen oder nicht.

Parteiprogramme sind Ideologien unterschiedlicher Prägung und haben nichts mit Wirklichkeiten zu tun. Jede Partei setzt in erster Linie nur auf ihre Klientel, statt global und menschenumfassend zu agieren. Platte Philosophie vor Menschlichkeit.

Als die Menschheit sich anschickte, in Gemeinschaften außerhalb der Familie zu leben, galt grundsätzlich das Recht des Stärksten und das blieb auch erst mal lange Zeit so. Heute wird wohl argumentative Stärke höher eingeschätzt, aber oft genug setzen sich nur die lautesten Schreihälse durch, weil die Mitläufer und Speichellecker als Fußvolk einfach nur zu gern den bequemsten Weg gehen. Menschen mit Visionen muss man mit dem Hubble-Teleskop suchen.

Aber es gibt diese Visionäre, nur haben die im allgemeinen Lebensapparat nur ganz selten die Chance, auf sich aufmerksam zu machen und die meisten von ihnen haben einfach keine Lust, sich so verbiegen zu müssen, dass sie als emotionale Krüppel enden.

Als das Zeitalter der Statistik begann, war dies der Anfang vom Ende der Bauchentscheidung. Umfragen und Vorhersagen haben heute mit ihren nackten und kalten Zahlen ein viel größeres Gewicht als vernünftige Argumente.

Ich stehe Statistiken etwas skeptisch gegenüber. Denn laut Statistik haben ein Millionär und ein armer Kerl jeder eine halbe Million.
Franklin Delano Roosevelt, 30.01.1882 – 12.04.1945 – 32. Präsident der USA

Visionäre sind nicht pflegeleicht, sie fordern meist mehr als sie zu geben bereit sind, sind oft nach außen hin auch als arrogant anzusehen. Dies stößt erst mal allgemein ab, macht auch so leicht keine Freunde. Aber diese Menschen aus diesen relativ banalen Gründen pauschal abzulehnen, können wir uns auf Dauer auch nicht leisten, denn unser kuscheliges Umfeld verändert sich ständig und diese Routine wird nur weiter zementiert, statt die wirklichen Probleme, die die Menschheit sich selbst angetan hat, aufzubrechen und für alle positiv zu verändern. Die derzeitige Politik weltweit ist nicht in der Lage, diese Problematik wirklich zu erkennen und anzugehen, denn allein die Verflechtungen von Interessen hat hier fast unüberwindbare Hürden errichtet.

Existieren und Leben hat kein Kochrezept und manche Zutaten schmecken auch richtig eklig.

Nehmen wir nur mal Hartz IV. Wenn der Arbeitslose von Anfang an in seinem Menschsein mit der systemrelevanten Bank gleichgesetzt worden wäre, hätten die Banken vielleicht 20% weniger direkte Hilfen bekommen, aber die Arbeitslosen wären dann auch fair behandelt worden und hätten dies auch anerkennen können, dass für sie Veränderungen notwendig sind und auch die Banken wären selbstkritischer in eine neue Zeitrechnung gegangen, denn grundsätzlich ist ja Geld in diesem Land vorhanden. So aber, wie es jetzt ist, ist eigentlich niemand zufrieden, weil visionäres Denken einfach fehlt.