Eine Revolution und kein Blutvergießen – hoffentlich

Die Politik dreht sich im Kreis, die Handelnden sind so mit ihrem eigenen Machterhalt beschäftigt, dass im Endeffekt der Bürger und Wähler nur der Leidtragende sein muss. Die Veränderungen der politischen Landschaft sind inzwischen so gravierend, dass sie auch bei den Unpolitischen angekommen sind. Die Anlässe für diese Nicht-Regierung häufen sich einfach zu sehr, als dass sie übersehen werden können, wie zum Beispiel jetzt das Zerbrechen der Koalition in Hamburg. Aussagen wie

Was da passiert, kann jeder sehen. Nicht zuletzt in Bundes-Berlin, und nicht als Letzte Angela Merkel. Darum hat sie so losgelegt gegen die Grünen: weil die, biblisch gesprochen, Fleisch vom Fleische der CDU sind. Sie wollte sie sicher angreifen, ehe es zu spät ist und die Grünen ohne Gegenwehr einfach zu stark geworden sind, eine Volkspartei.

müssen nicht erst in den Medien auftauchen, um wahrgenommen zu werden. Die Handlungen der Konservativen werden wohl nach Außen als ‘Notwehr’ verteidigt, aber im inneren der konservativen Parteien brodelt inzwischen der Mief der fünfziger Jahre hoch, als das Christliche noch mehr im Vordergrund stand. Nur hat die Parteiführung damit ihr größtes Problem, denn der Glaube, wie wir ihn bisher kannten, wurde durch Vorkommnisse innerhalb des christlichen Establishments ad absurdum geführt. Dem großen C wird nicht mehr geglaubt.

Nach der Veröffentlichung der Wikileakspapiere und der Einschätzung deutscher Mandatsträger durch ‘Freunde’ werden sehr viele Bürger und Wähler auch eine Revision ihrer Politikansichten durchführen, die sich im kommenden Wahljahr besonders für die Regierungsparteien negativ auswirken werden.

Die Politik im allgemeinen und ganz besonders die Parteipolitik werden sich in Deutschland jetzt wesentlich schneller verändern, als es den Parteistrategen lieb sein kann.

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AlterKnacker

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Ein Mensch, der denkt und schreibt. Nicht immer lustig, aber das Leben ist ja auch kein Beliebtheitswettbewerb.