Lebenserfahrung ist kein Gendefekt

Gute Zahlen oder schlechte Zahlen sagen noch nicht wirklich die Realitäten auf dem Arbeitsmarkt aus. Und die Realität ist, die Wirtschaft und Industrie braucht plötzlich Arbeitskräfte, nachdem dort in den letzten 10 Jahren ein Kahlschlag stattfand, der seinesgleichen suchte.

Auf der einen Seite wurden viele Facharbeiter und Hochqualifizierte ‘ausgesourct’, wie man heute so schön neudeutsch sagt, auf der anderen Seite wurde Frühverrentet, denn der Jugendwahn stand in voller Blüte. Jetzt ist der Markt kahl gefressen und die Wirtschaft jammert.

‘Die Jugend’ will nur noch leistungslos ‘berühmt’ werden oder aber sie haben überhaupt keinen Bock. Die Gesellschaft hat sich diese Verweigerer selbst geschaffen. Es ist ja auch viel einfacher und für manche auch angenehmer, nächtelang durchzusaufen und den Herrgott einen guten Mann sein zu lassen, als mit Disziplin und Durchhaltevermögen jeden Morgen um 5 Uhr aufzustehen und um 7 Uhr in der Werkstatt/- Halle anzutreten. Und die Hochschulabsolventen setzen auf das Studienfach BWL, die schnelle leistungslose Kohle, wie sie es sich vorstellen und zum Teil auch vorgelebt bekommen.

Dass so eine Gesellschaft auf Dauer nicht funktionieren kann, war schon lange abzusehen. Wachstum in Industrie und Wirtschaft sind aber keine Selbstläufer, die Menschen in ihr brauchen auch Motivation, doch diese ist mit ‘Big Brother’ und ‘Dschungelcamp’ ganz sicher nicht erreichbar. Auch falschsingende Hupfdohlen sind nur begrenzt ertragbar.

Was mich aber besonders ankotzt, sind die etablierten Medien, die unseren allwissenden Politfuzzys kein wirkliches Paroli bieten.

27.10.2010 17:41 Uhr Von Carsten Brönstrup

Weniger als drei Millionen Arbeitslose

Niedrigste Zahl seit 1992 / Die Koalition reklamiert den Erfolg für sich – Ex-Kanzler Schröder auch

Berlin – Erstmals seit 1992 ist die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland unter die Drei-Millionen-Marke gefallen. Im Oktober waren 2,945 Millionen Menschen ohne Arbeit, sagte Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) am Mittwoch in Berlin und sprach von einem „großen Erfolg“. Er gehe zurück auf ein kluges Krisenmanagement der Politik und das Zusammenwirken der Tarifparteien. Die schwarz-gelbe Koalition reklamierte die Zahlen für sich. „Wir sind die Koalition für Aufschwung und Arbeitsplätze“, sagte CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe in Berlin.

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Arbeitslosenzahl

„Auf der Schnellstraße zur Vollbeschäftigung“

Mittwoch 27.10.2010, 18:00

In Deutschland ist die Zahl der Arbeitslosen auf unter drei Millionen gesunken. Nach Angaben von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) sind offiziell 2,945 Millionen Menschen als arbeitslos gemeldet.

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Oktober unter die Drei-Millionen-Marke gesunken. Wie Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) am Mittwoch in Berlin sagte, waren 2,945 Millionen Menschen offiziell als arbeitslos gemeldet, 86000 weniger als im September. Die Arbeitslosenquote sank auf 7,0 Prozent. „Das ist die niedrigste Arbeitslosigkeit in einem Oktober seit 1991“, sagte die Ministerin. Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) bezeichnete die rückläufige Entwicklung als stabil. Der positive Trend sei keine Eintagsfliege.

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