Konservativ sieht wie demokratiefeindlich aus

09.10.2010,
08:58 Uhr

Aufmerksam sagt:

“Der baden-württembergische Ministerpräsident Stefan Mappus sieht das umstrittene Bahnprojekt “Stuttgart 21” als Richtungsentscheid für Deutschland. „Es geht um die Frage: Kann ich in Deutschland auf Basis von Rechtssicherheit und Vertragstreue noch Projekte angehen?“

Herr Mappus ich stimme Ihnen zu !

S21 ist in der Tat ein Richtungsentscheid in Deutschland !

Geht in Deutschland noch die Macht vom Volke aus oder von Nachrückern die noch nicht einmal in Ihr Amt gewählt worden sind.

Geht in Deutschland noch die Macht vom Volke aus oder von gerade mal zwei Prozent Mitbürgern die noch in Parteien organisiert sind ( Karteileichen mitgerechnet ) ?

Geht in Deutschland die Macht vom Volke aus oder von wenigen Managern der Banken, Großkonzerne etc ?
Im Vergleich dazu wird dieser Bahnhofsneubau geradezu zur Marginalie!

Am Beispiel eines Kommentators in der Welt stellen sich inzwischen in Deutschland ganz andere Fragen und warten auf Antworten, wobei Philipp Rösler nur als abschreckendes Beispiel dienen soll.

Spaltprodukte | 08.10.2010 13:00 | Ulrike Baureithel

Minister Röslers Versprechen

Neue Ungleichheit zieht ins Gesundheits­system ein. In der Sozialpolitik der bürgerlichen Koalition spiegeln sich Absetzbewegungen von den “Losern” wieder

 

Wenn in diesen Tagen die Deutsche Gesellschaft für Soziologie ihr 100- jähriges Bestehen feiert, wird sie im Rahmen ihres Kongressthemas „Transnationale Vergesellschaftungen“ auch darüber diskutieren, welche Folgen die Globalisierung für die Strukturen sozialer Ungleichheit hat. Waren bislang Herkunft, Bildung und Einkommen ausschlaggebend für den sozialen Status, so greift, glauben die Soziologen, die herkömmliche Klassen- oder Schichtentheorie nicht mehr, um die realen ­Lebenslagen zu beschreiben. Ist die Klassengesellschaft also ein Relikt der Nationalstaaten, die durch neue „Ungleichheitsregime“ abgelöst wird?

Schwarz-gelber Reformwille im Quadrat: Johannes SInghammer, Jens Spahn, Philipp Rösler und Ulrike Flach (Foto: Macdougall/AFP/Getty Images) Schwarz-gelber Reformwille im Quadrat: Johannes Singhammer, Jens Spahn, Philipp Rösler und Ulrike Flach (Foto: Macdougall/AFP/Getty Images)

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Taucht man von den Höhen der soziologischen Theoriebildung ab in die Niederungen der politischen Gegenwart und des Alltags, scheint das Gegenteil der Fall zu sein. Die glückliche „nivellierte Mittelstandsgesellschaft“, so es sie je gegeben haben sollte, ist zerfallen in ihre Spaltprodukte und wird mental zusammengehalten von Ressentiments und Ängsten, die in der laufenden Sarrazin-Debatte ihre farbigsten Blüten treiben.

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Natürlich wird in diesem Artikel besonders viel theoretisiert und auch fast nur für Akademiker verständlich, aber ich habe mir als Volksschüler mal die Mühe gemacht und den Beitrag gleich mehrmals gelesen. Wenn ich alles richtig verstanden habe, dann ist er schlüssig.

Als Kulturvolk werden wir mit Unkultur aus der politisch herrschenden Klasse geradezu in die Barbarei getrieben. S21 ist inzwischen schon Synonym. Durch Ignorieren des Grundgesetzes treiben wir wieder in eine Diktatur.