Erneuerbare Energien

Eine der großen Herausforderungen der näheren Zukunft wird sein, sich vom Erdöl zu verabschieden, doch genau mit diesen Aussichten tun sich manche Betonköpfe in der Politik besonders schwer, auch weil sie ewig und drei Tage die Lobbyisten der Energiewirtschaft an den Hacken haben, die um ihre Pfründe fürchten.

Wenn wir, die Bürger und Wähler, dies aber nicht begreifen und auch unsere Einstellungen zur Energiewende nicht schnellstens überdenken, so werden wir in Zukunft noch mehr von den Energiekonzernen abgekocht.

Solarförderung sinkt um weitere 13 Prozent

Berlin (dpa) – Angesichts der massiven Zunahme von Photovoltaik-Anlagen wird die Solarförderung in Deutschland Anfang 2011 um weitere 13 Prozent sinken. Nach Berechnungen der Bundesnetzagentur ging von Januar bis Ende August eine Leistung von 4,88 Gigawatt ans Netz, wie die Behörde mitteilte.

Damit liegt der Zubau in den ersten acht Monaten bereits über dem Rekordwert aus dem gesamten Vorjahr von 3,8 Gigawatt. Nach Angaben der Bundesnetzagentur steht wegen des ungebremsten Booms damit bereits fest, dass die Einspeisevergütung für Dachanlagen damit zum Jahreswechsel um die laut Gesetz maximal möglichen 13 Prozent sinkt.

Damit liegt die Einspeisevergütung für Dachanlagen im kommenden Jahr rund ein Drittel unter dem Wert von 2009. Anfang dieses Jahres war die Förderung planmäßig um 9 Prozent gesenkt worden, im Juli gab es einen zusätzlichen Einschnitt um 13 Prozent, zum Oktober geht es noch einmal um 3 Prozent nach unten. Gerade von den Energiekonzernen gibt es Rufe, die Förderung stärker zu kürzen. Der Energiekonzern RWE hatte jüngst die Solarförderung als Geldverschwendung angeprangert.

Angesichts der hohen Kosten für den Öko-Energie-Ausbau fordert auch der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) weitere Kürzungen bei der Photovoltaikförderung. «Ich halte die Förderung für zu hoch», sagte Hauptgeschäftsführerin Hildegard Müller am Donnerstag in Berlin.

Nach Schätzungen aus der Energiewirtschaft steigen die Kosten, die die Stromverbraucher für die Förderung der erneuerbaren Energien bezahlen, in diesem Jahr von rund fünf auf über acht Milliarden Euro. Genaue Zahlen will der BDEW Anfang kommender Woche vorlegen.

Die Bundesregierung betont in ihrem Energiekonzept, die Solarförderung mache 40 Prozent der Subventionen für den Öko-Strom aus, Sonnenstrom habe aber nur einen Anteil von 9 Prozent an den erneuerbaren Energien. Deshalb werden weitere Kürzungen geprüft. Die Regierung kürzte die Solar-Förderung zum 1. Juli bereits um bis zu 13 Prozent, ab Oktober sind es bis zu zu 16 Prozent weniger.

Der Miterfinder des für die Vergütung verantwortlichen erneuerbare-Energien-Gesetz, der Grünen-Abgeordnete Hans-Josef Fell, warnte vor einem Schlechtreden der Solarenergie. «Nicht die erneuerbaren Energien sind die Strompreistreiber, sondern die Gewinnsucht der vier großen Stromkonzerne als Mitglieder des BDEW.» So sei zwischen den Jahren 2000 und 2010 die monatliche Stromrechnung im Schnitt um 27 Euro gestiegen, während die Steigerung der EEG- Umlage in diesem Betrag lediglich 3 Euro ausgemacht habe.

Müller betonte: «Wenn die Strompreise in den vergangenen Monaten gestiegen sind, dann vor allem wegen der durchschnittlich gestiegenen Netzentgelte sowie der staatlichen Steuern und Abgaben. Darin spielt die EEG-Vergütung für erneuerbare Energien eine Rolle, aber nicht die alleinige Rolle.»

Studie Erneuerbare Energien als Wirtschaftsfaktor

Studie Strompreiskosten in Deutschland

Studie zur Entwicklung der EEG-Umlage

Einfluss EEG-Umlage auf Strompreis

© sueddeutsche.de – erschienen am 30.09.2010 um 20:03 Uhr

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AlterKnacker

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Ein Mensch, der denkt und schreibt. Nicht immer lustig, aber das Leben ist ja auch kein Beliebtheitswettbewerb.

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