Europa und die Krisenbewältigung: Gespalten, misstrauisch und ohne Plan

«Weil wir euch nicht trauen»

Von Markus Diem Meier. Aktualisiert um 13:38 Uhr

Neue Enthüllungen leuchten den Hintergrund der Euro-Krise dieses Frühlings aus. Sie zeigen: Die Europäer waren tief gespalten. Keiner traute dem anderen. Eine durchdachte Krisenstrategie hat es nie gegeben.

Morgen will die Europäische Kommission darüber befinden, mit welchen neuen Regeln ein Desaster in der Währungsunion künftig verhindert werden kann. Im Vorfeld kristallisiert sich noch deutlicher heraus, wie die Staaten der Eurozone, die Europäische Kommission und die Europäische Zentralbank in der Krise und ihrem Vorfeld agiert haben. Die Online-Ausgabe des «Wall Street Journal» hat die Geschichte durch Gespräche mit Dutzenden von Involvierten in zwei ausführlichen Artikeln nachgezeichnet. Das Gesamtbild, das diese Recherchen ergeben, bestätigt den Eindruck, dass die Institutionen mit der Situation überfordert waren und mit ihren Entscheidungen den Entwicklungen stets hinterhergerannt sind, auch wenn sie ihre Politik ganz anders verkauft haben.

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